(MARKTNACHRICHTEN, Krefeld den 27.02.2019) Einem turbulenten Jahresausklang nebst dynamischer Erholungsrally im ersten Kalendermonat 2019 folgte ein stabiler Februar. So lässt sich in aller Kürze das Kursgeschehen an den internationalen Aktienmärkten zusammenfassen. Dabei sind die maßgeblichen Belastungsfaktoren, die für die extreme Volatilität in 2018 gesorgt haben, noch keinesfalls aus der Welt. Jedoch hatten die Finanzmärkte nunmehr ausreichend Zeit und Spielraum, besagte Risiken in das Kursgeschehen einzuarbeiten. Psychologie gehört zu den entscheidenden Kurstreibern an den Börsen dieser Welt. In der Folge neigen die unterschiedlichen Anlageklassen zu Übertreibungen gen Norden sowie nach Süden. Dies gilt insbesondere in Korrekturphasen, so berechtigt die Gründe dafür auch sein mögen. Wie es derzeit um die einzelnen Märkte bestellt ist und von welchen Einflussgrößen diese zuletzt dominiert wurden, wollen wir uns in den folgenden Kapiteln näher anschauen.

Geopolitik

Mit Argusaugen schauen Anleger weiterhin auf den noch ungelösten Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt rückten wechselseitig in Peking und Washington geführte Verhandlungen in den Fokus. Bis dato jedoch ohne Resultate. Bis zum 1. März galt es sich für die Kontrahenten zu einigen. An besagtem Datum endet der Ende November letzten Jahres verabredete Burgfrieden, innerhalb dessen der Verzicht auf weitere Handelssanktionen eine gütliche Einigung ermöglichen soll. In diesem Kontext sorgte Donald Trump mit der Aussage, auf besagten Automatismus verzichten zu wollen, für ein versöhnliches Signal gen Reich der Mitte. Weißer Rauch ist jedoch noch nicht zu sehen. Beiderseitig verhängte Strafzölle gehören zu den maßgeblichen Belastungsfaktoren an den weltweiten Finanzmärkten und haben entscheidenden Einfluss auf die Dynamik der Weltkonjunktur. Eine finale Einigung zwischen den zwei weltweit größten Volkswirtschaften bleibt ein potentieller Katalysator für weitere Aufwärtsambitionen nicht zuletzt auch an den Aktienmärkten.

Mit Blick auf Europa gibt es auch von dem nicht enden wollenden Brexit-Drama keinerlei Fortschritt zu berichten. Mitte Januar hatte das britische Unterhaus das von Premierministerin Theresa May mit der  EU ausgehandelte Austrittsabkommen abgelehnt. Ein im Anschluss gestelltes Misstrauensvotum konnte die Regierungschefin abwehren und setzt nun auf Nachverhandlungen mit Brüssel, um weitere Zugeständnisse zu erreichen. Die EU hat jedoch bereits mehrfach betont, keinerlei weiteren Verhandlungsspielraum zu sehen. Als gordischer Knoten fungiert der sogenannte Backstop, mit dem eine harte Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland verhindert werden soll. Die EU verlangt im Gegenzug, dass Nordirland Teil des Binnenmarktes bleibt, solange kein Handelsabkommen mit London vereinbart wurde. Das wiederum wird vom britischen Parlament strikt abgelehnt. Am 29. März soll der rechtskräftige Austritt aus der EU stattfinden, wenn es denn ein geordneter sein soll. Im Falle eines ungeordneten, sprich harten Brexits drohen signifikante wirtschaftliche Konsequenzen für beide Seiten, vorneweg für das Vereinigte Königreich. Eine ‚aufgeschoben ist nicht aufgehoben‘-Variante könnte vor diesem Hintergrund der seitens der britischen Regierung in Brüssel eingereichte Gesuch um Aufschiebung des Austrittstermins darstellen. Damit wäre zumindest nochmal etwas Zeit gewonnen.

Konjunktur

Zu den geopolitischen Unsicherheiten gesellen sich in der Folge zusehends Sorgen um die konjunkturelle Perspektive. Darauf weisen der jüngst für die Eurozone veröffentlichte Wirtschaftsklimaindex des Ifo-Institutes aus München hin. Im Januar fiel das Barometer, das die Erwartungen für die nächsten sechs Monate wiederspiegelt, erstmals seit 2014 unter den Nullpunkt. Nach zuletzt 6,6 Punkten findet sich das Barometer nun bei minus 11,1 Zählern wieder. Die einmal pro Quartal befragten Konjunkturexperten rechnen also im kommenden Halbjahr mit einem Abschwung. Frankreich wird vor diesem Hintergrund eine Rezession vorhergesagt, für Italien gar eine tiefe Rezession prognostiziert. Italiens Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt (BIP)) hatte sich im vierten Quartal 2018 in Relation zum Vorquartal um 0,2 Prozent reduziert. Bereits in Q3 war die Wirtschaftsleistung leicht zurückgegangen, womit definitionsgemäß – angesichts zweier Minusquartale in Folge – eine technische Rezession vorliegt.

Vor allem in Deutschland trübt sich die Konjunkturstimmung gemäß ZEW Konjunkturerwartungen sowie ifo Geschäftsklimadaten ein. So war das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland im Januar auf den tiefsten Punkt seit fast drei Jahren gefallen. Dazu passt die gerade erst um nahezu 50 Prozent reduzierte Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Kalenderjahr. Statt mit einem BIP-Plus von 1,8 Prozent wird jetzt nur noch mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2018 war Deutschland nur ganz knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt. Der Brexit, der Zollstreit mit den USA und die Konjunkturschwäche in China belasten Deutschlands exportorientierte Unternehmenslandschaft. Am härtesten trifft es dabei den heimischen Automobilsektor. Mit minus sechs Prozent war der Autoabsatz in 2018 zum ersten Mal seit 20 Jahren rückläufig.

Für das gesamte Weltwirtschaftsklima weist der Ifo-Index im ersten Quartal dieses Jahres einen Rückgang von minus 2,2 Punkten auf minus 13,1 Punkte aus: der vierte Rückgang in Folge und zudem der niedrigste Stand seit Ende 2011. Auch aus globaler Perspektive trüben sich sowohl die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage, als auch die Erwartungen an die kommenden sechs Monate signifikant ein. Dies gilt nun auch für die USA. Laut New York Fed droht Amerika mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 24 Prozent in den kommenden 12 Monaten eine Rezession. Dagegen blieb das Wirtschaftsklima in den Schwellen- und Entwicklungsländern laut Ifo-Institut weitgehend stabil, nachdem es dort in den zwei Quartalen zuvor jeweils stark rückläufig war. So konnten sich bspw. Chinas Exportzahlen zuletzt wieder stabilisieren. Nichtsdestotrotz hat das Reich der Mitte, insbesondere verursacht vom Zollstreit mit den USA, mit einer sichtbaren Delle des Wirtschaftswachstums zu kämpfen.

Geldpolitik

Zu der unsicheren geopolitischen Gemengelage gesellen sich also auch zusehends Risiken, was die wirtschaftliche Wachstumsperspektive betrifft. Gerade in Europa und insbesondere in Deutschland aber lässt die Politik mit strukturellen Reformmaßnahmen und zukunftsweisenden Investitionen auf sich warten. Angesichts einer sich eintrübenden Konjunktur dürften auf der einen Seite Unternehmen ihre Investitionstätigkeit zunehmend einschränken, während Verbraucher ihren Konsum sukzessive reduzieren. Beides kann fundamentale Kollateralschäden für die Aktienmärkte nach sich ziehen. Gut zu wissen, dass sich Investoren vor diesem Hintergrund zumindest auf die Geldpolitik verlassen können.

Denn in der alten Welt können Anleger weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehen. Angesichts konjunktureller Gewitterwolken sowie einer sich weiter abschwächenden Inflationsrate, wird die Europäische Zentralbank wohl kaum die erste Zinserhöhung in Angriff nehmen. Störfeuer für die Aktienmärkte aus dieser Richtung sollten also ausbleiben. Investoren wird es freuen, Sparer eher weniger. Jedoch bleibt damit auch der zinspolitische Handlungsspielraum bei einer weiteren konjunkturellen Abkühlung limitiert. Seit März 2016 hält EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins beim Rekordtief von 0,0 Prozent. Selbiges gilt für den Einlagenzins, der aktuell bei minus 0,4% notiert. Darüber hinaus wird Kapital aus fällig werdenden Anleihen, die im Rahmen des zum Jahreswechsel ausgelaufenen Anleihekaufprogramms erworben wurden, weiterhin reinvestiert.

Auch in den USA hat der globale Desinflationstrend zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Die Inflationsrate belief sich im Januar auf 1,6 Prozent nach 1,9 Prozent im Monat zuvor. In diesem Kontext thematisieren erste Repräsentanten der US-Notenbank bereits einen möglichen Stopp der Liquiditätsrückführungen (= Verkürzung der Bilanzsumme) bis Ende des laufenden Jahres. Dazu tauchen, wie bereits erwähnt, auch in den USA mittlerweile erste Gewitterwolken am Konjunkturhorizont auf. Nicht von ungefähr, auch wegen der zurückliegenden Kapriolen an den Aktienmärkten, hatte Fed-Chef Jerome Powell die zuvor sehr restriktiv avisierte geldpolitische Marschroute mit taubenhaften Äußerungen relativiert. Auch das Federal Reserve könnte also zunächst einmal eine Pause in puncto weiterer Zinserhöhungen einlegen. Im Unterschied zur EZB haben sich die amerikanischen Notenbanker aber mit einem Leitzinskorridor zwischen 2,25 – 2,50 Prozent einen Handlungsspielraum geschaffen, um künftige wirtschaftliche Schwächephasen zinspolitisch abfedern zu können.

Aktien

Seit Jahresbeginn lässt sich an den internationalen Aktienmärkten eine breit angelegte Erholung beobachten. Gestützt wird die Aufwärtsbewegung vor allem von der Hoffnung auf eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Hinweisen der US-Notenbank, von einer allzu restriktiven geldpolitischen Marschroute in 2019 Abstand zu nehmen. Im Februar mündete die Jahresauftaktrallye in eine Seitwärtsbewegung respektive Konsolidierungsphase. Besagter Seitwärtskanal wurde Ende Februar gen Norden verlassen. Abzuwarten gilt weiterhin ob es sich um eine nachhaltige Aufwärtsdynamik oder lediglich eine technische Gegenbewegung innerhalb eines übergeordneten Bärenmarktes handelt. Kurzfristig besteht durchaus Rückschlagpotential, da sich die Aktienmärkte aus technischer Sicht in einer überkauften Marktlage und zudem an markanten Widerstandsregionen wiederfinden. Schauen wir uns die gegenwärtige Performance der weltweit wichtigsten Aktienindizes etwas näher an:

Bei derzeit 11.455 Punkten kann der deutsche Aktienindex seit dem 1. Januar ein Plus von 8,53 Prozent vorweisen und damit deutlich Boden gut machen. Aktuell ist der Dax mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter zwölf und einer geschätzten Dividendenrendite von annähernd vier Prozent moderat bewertet. Gegenüber seinem im Monat Dezember markierten Jahrestief von 10.381 Zählern notiert das Frankfurter Kursbarometer 10,35 Prozent fester. Ähnlich sieht die Performance des EuroStoxx aus, der bei 3.265 Punkten um 9,48 Prozent seit Jahresbeginn zulegen kann und zum Jahrestief gleich 10,52 Prozent dazu gewinnt. Relative Schwäche zeigt der britische FTSE 100, der natürlich unter den Brexit-Wirren zu leiden hat. Der Leitindex aus London kann seit Jahresanfang immerhin noch ein Plus von 6,49 Prozent auf 7.105 Zähler verbuchen. Gegenüber dem Jahrestief präsentiert er einen Aufschlag von 7,18 Prozent. Für die europäischen Aktienmärkte wird es nun ganz entscheidend darauf ankommen, ob ein ungeordneter ‚No Deal‘ – Brexit noch verhindert werden kann.

Auch in den Vereinigten Staaten kann sich der Aktienmarkt auf breiter Front erholen. Der medial so präsente Shutdown ist für die Börsianer eher ein Non-Event. Vielmehr treibt die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelskonflikt mit China. Zudem spekulieren Investoren auf ein behutsameres Tempo, wenn nicht gar auf ein Aussetzen, der seitens der Fed anvisierten Zinserhöhungen für 2019. Gegenüber Jahresbeginn notiert der Dow Jones bei aktuell 25.988 Punkten 13,23 Prozent stärker. Die Technologierbörse Nasdaq verbucht im selben Zeitraum ebenfalls ein Plus von 13,23 Prozent auf 7.084 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.786 Punkten einen Aufschlag von 12,57 Prozent. Die Aufschläge der drei großen US-Indizes gegenüber dem Jahrestief belaufen sich auf 15 bis 17 Prozent.

Handelskonflikt und Konjunktursorgen hatten auch die Aktienmärkte Asiens und insbesondere das Kursgeschehen Chinas belastet. Der Zollstreit mit den USA zeigt konjunkturelle Wirkung. Jedoch honorieren Investoren die Fiskal- und Infrastrukturmaßnahmen durch die chinesische Regierung, die – flankiert von einer lockeren Geldpolitik – das Wirtschaftswachstum weiter ankurbeln sollen. In der Folge kann der chinesische SSE 50 bei 2.733 Punkten um fulminante 20,82 Prozent gegenüber Jahresbeginn und Jahrestief vorrücken. Demgegenüber präsentiert der japanische Nikkei bei 21.471 Zählern ein vergleichsweise moderates Plus von 8,1 Prozent für die ersten beiden Kalendermonate des Jahres; in Relation zum Jahrestief rückt der Index aus Tokio um 10,65 Prozent vor. Auch am südkoreanischen Aktienmarkt weist die Tendenz gen Norden. Bei aktuell 2.227 Punkten gewinnt der KOSPI seit Anfang Januar 9,33 Prozent dazu. Die Differenz zum Jahrestief beläuft sich auf ein Plus von 11,57 Prozent.

Anleihen

Die nach wie vor unsichere Gemengelage prägt auch das Kursgeschehen an den Rentenmärkten. Weiterhin werden insbesondere Staatspapiere mit hoher Bonität, sprich besonders sicher geltende Langläufer vor allem westlicher Industrieländer, nachgefragt. Vorneweg sind dies Staatsanleihen aus den USA und Deutschland. Noch in den Monaten Oktober und November waren bei US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren über 3,2 Prozent an laufender Verzinsung zu vereinnahmen. Zu diesem Zeitpunkt markierte die Rendite klassischer Treasury Bonds ein stattliches 5-Jahreshoch. Ende Januar waren es mit 2,73 Prozent bereits rund 50 Basispunkte weniger. Stand heute fällt die Rendite auf 2,66 Prozent und präsentiert zu den besagten Hochs nunmehr einen Abschlag von nahezu 60 Basispunkten. Selbiges gilt für 10-jährige Bundesanleihen. Aktuell rentieren deutsche Langläufer knapp oberhalb von 0,1 Prozent. Im Februar letzten Jahres gab es bei 10-jährigen Bundesanaleihen allerdings noch eine Rendite von über 0,7 Prozent zu holen. Daraus resultiert eine im Jahresvergleich mehr als 85 Prozent geringere Renditeausbeute.

Sowohl in neuer wie auch alter Welt fungieren der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die resultierende Sorge um eine Abschwächung der globalen Konjunkturdynamik als Renditedrücker. Flankiert wird das Ganze von nachgebenden Preisnotierungen auf den internationalen Rohölmärkten. In den Vereinigten Staaten kam noch der Shutdown (Regierungsstillstand) dazu, sowie Hinweise seitens der Fed, das Tempo weiterer Zinserhöhungen in 2019 zunächst einmal zu verlangsamen, wenn nicht gar komplett auszusetzen. Hierzulande kommt derweil Druck seitens zuletzt schwacher Konjunkturzahlen, vom nicht enden wollenden Brexit-Drama sowie von der angeschlagenen Volkswirtschaft eines hochverschuldeten Italiens, das im Worst Case Szenario ein Comeback der Euro-Krise einläuten könnte. Diese Risiken spiegeln die niedrigen Renditen an den Anleihemärkten wieder. Investoren bevorzugen also die Defensive: Sicherheit geht vor Risiko. Im Gegensatz zu den Aktienmärkten ist in den ersten beiden Kalendermonaten dieses Jahres von einer Erholung nichts zu sehen. Eine nachhaltige Deeskalation des Handelsstreits sowie eine wider Erwarten stramme geldpolitische Marschroute des Federal Reserve könnte dies jedoch ändern.

Rohstoffe

Analog zur Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten konnten zuletzt auch die Ölpreise zu einer breit angelegten Gegenbewegung ansetzen. Seit Jahresbeginn können sowohl das amerikanische WTI wie auch die Nordseesorte Brent auf deutliche Aufschläge verweisen. Während West Texas Intermediate Crude Oil in diesem Zeitraum ein Plus von derzeit 19,82 Prozent bei 55,56 US-Dollar verbucht, präsentiert Brent Ende Februar einen Zugewinn von 19,2 Prozent auf 65,13 US-Dollar. Im letzten Quartal vergangenen Jahres hatte das schwarze Gold noch über 40 Prozent an Wert einbüßen müssen. Auf der einen Seite scheint die von der Opec vereinbarte Förderquoten-Drosselung von täglich 1,2 Millionen Barrel (= Angebotsverknappung) Wirkung zu zeigen. Zum anderen stützt die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China.

Die weltweit nachlassende konjunkturelle Dynamik und die damit geringere Nachfrage der Auto-, Maschinen- und Elektroindustrie schlägt sich auch auf die Preise der Industriemetalle nieder. Der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt hat vor allem beim Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte Bremsspuren hinterlassen. In der Folge hat sich auch der Rohstoffhunger seitens der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft vermindert. Symptomatisch lässt sich hier Kupfer anführen: sage und schreibe 50 Prozent der weltweiten Nachfrage kommt aus China. Mit entsprechend massivem Druck sah sich dann auch das Industriemetall konfrontiert. Noch im Juni 2018 konnte ein Dreijahreshoch bei knapp 7.295 US-Dollar erobert werden. Anfang Januar markierte Kupfer dann ein 20-Monatstief bei 5.760 US-Dollar. Ein Rückgang von über 21 Prozent. Seitdem kann der Rohstoff wieder verlorenen Boden gut machen und zeigt sich in den letzten Februartagen knapp oberhalb von 6.520 US-Dollar.

Zunehmender Popularität erfreut sich die älteste Währung der Welt. Über die letzten sechs Monate kann Gold um rund 11 Prozent vorrücken. Dabei ist es vor allem der Nimbus als Sicherheit und Stabilität versprechender Anlagehafen, der das glänzende Edelmetall von Privatanlegern und institutionellen Adressen ansteuern lässt. Insbesondere den Turbulenzen an den Aktienmärkten verdankt Gold seine große Nachfrage. Dazu kommen Käufe von immer mehr Notenbanken, so auch die Zentralbanken aus Russland und China, über die eine Diversifikation der bis dato stark US-lastigen Devisenreserven und Anleihebestände erreicht werden soll. Das Ziel ist die Unabhängigkeit vom US-Dollar. Als weitere Stütze fungieren die jüngsten Hinweise der US-Notenbank, die nächsten Zinssteigerungen wesentlich geduldiger anzugehen, als zuvor erwartet. Mittlerweile haben Goldunzen die runde Marke von 1.300 US-Dollar ein gutes Stück hinter sich lassen können. Genanntes Preislevel dient nun als erste Supportzone im Falle konsolidierungsbedingter Rücksetzer. Derzeit notiert Gold bei 1.326 US-Dollar je Feinunze.

 

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