Paolo Lorenzi beim US Open – 28.08.2019

Nach 4:20 Stunden besiegt Paolo Lorenzi den 21 Jahre jüngeren Amerikaner Svajda nach 0:2 Satzrückstand. Wir beglückwünschen

Paolo und drücken ihm für die nächsten Matches die Daumen!

Christian Garin Weltrang 47

Als Tennis-Bundesligist Blau-Weiß Timberland Finance Krefeld im Januar Christian Garin verpflichte, stand der Chilene auf Rang 89 der Weltrangliste und galt für die neue Saison als Geheimaffe des Stadtwaldteams. „Ich rechne damit, dass er während der Sandplatzsaison in die Top-50 vorrückt“, sagte Blau-Weiß-Teamchef Olaf Merkel damals. Obwohl die noch gar nicht so richtig begonnen hat, steht der 22-jährige mittlerweile schon auf Rang 47. Denn er ist weiter auf dem Weg an die Weltspitze. Anfang Februar sorgte er im Davis-Cup-Duell in Salzburg gegen Österreich mit seinem Sieg über Jurij Rodionov für den Gesamtsieg der Chilenen, die damit einen Platz beim Finalturnier in Madrid in der Tasche haben, Aber damit nicht genung. Am Sonntag gewann Garin im amerikanischen Housten sein erstes ATP-Turnier. Im Finale bezwang er den Norweger Casper Ruud (ATP 68) nach zweieinhalb Stunden mit 7:6, 4:6, 6:3.

2013 gewann Garín das Junio-renturnier der French-Open gegenAlexander Zverev. In der Doppel-konkurrenz erreichte er an der Seite von Nicolás Jarry ebenfalls das Finale, sie verloren jedoch gegen Kyle Edmund und Frederico Ferreira Silva in zwei Sätzen. Im April 2014 gewann er an der Seite von Nicolás Jarry in Santiago de Chile sein erstes Challenger-Turnier. Inder Play-Off-Begegnung gegen Italien gab er im September 2012 sein Debüt für die chilenische Davis-Cup-Mannschaft, verlor jedoch sein Spiel gegen seinen künftigen Krefelder Teamkollegen Simone Bolelli in zwei Sätzen. Im Februar 2013 nahm er dann erstmals an einem Turnier der ATP World Tour teil. In Viña del Mar erielt er von der Turnierleitung eine Wildcard und erreichte die zweite Runde, wo er schließlich an Jérémy Chardy scheiterte.

Market Update April 2019

(MARKTNACHRICHTEN, Krefeld, den 15.04.2019)Nach der breit angelegten Erholungsbewegung im ersten Jahresquartal zeigen sich die internationalen Finanzmärkte auch im April von ihrer freundlichen Seite. Insbesondere die US-Aktienindizes präsentieren sich nunmehr wieder nahe ihrer Rekordniveaus. Der chinesische Aktienmarkt kann seit Jahresbeginn sogar Kursaufschläge von knapp 30 Prozent ausweisen. Im Vergleich dazu sorgen in der sogenannten Alten Welt unter anderem das nicht enden wollende Brexit-Drama sowie konjunkturelle Gewitterwolken für eine relative Schwäche. Nichtsdestotrotz können sich auch die europäischen Leitindizes deutlich von ihren zum Ende vergangenen Jahres markierten Korrekturtiefs erholen.  Werfen wir nun einen Blick auf die unterschiedlichen Anlageklassen, die potentiellen Belastungsfaktoren und Kurstreiber sowie das insgesamt weiterhin sehr herausfordernde Umfeld für die Marktakteure.

Geopolitik

Nichts wirklich Neues gibt es von dem Handelskonflikt zwischen den USA und China zu berichten. Wasserstandsmeldungen zu den langwierigen Verhandlungen wechseln sich ab, mitunter hoffnungsvoll stimmende Zwischenergebnisse werden aber zeitnah wieder dementiert. Neuesten Meldungen zufolge sollen sich die Verhandlungen auf der Zielgeraden befinden. So hält US-Präsident Donald Trump angesichts positiver Gesprächsverläufe ein Abkommen binnen Monatsfrist für denkbar. Von großen Fortschritten sprach auch der chinesische Chefunterhändler und Vizepremier Liu He. Demnach soll bereits ein Gipfeltreffen zwischen Donald Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping in Vorbereitung sein.

Handfeste Ergebnisse liegen jedoch weiterhin nicht vor. Diese werden aber zusehends dringlicher, da beiderseitig verhängte Strafzölle zu den maßgeblichen Belastungsfaktoren für die globale Wirtschaft gehören und damit einen entscheidenden Einfluss auf die Dynamik der Weltkonjunktur ausüben. Da die Märkte seit geraumer Zeit auf eine Einigung spekulieren, dürfte ein Verhandlungserfolg weitgehend an den Aktienmärkten eingepreist sein. Damit geht allerdings ein enormes Enttäuschungspotenzial einher, falls die Kontrahenten nicht in absehbarer Zeit zu einer nachhaltigen Konfliktlösung kommen sollten. Zudem wäre es keine Überraschung, wenn US-Präsident Donald Trump als nächstes die Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union auf die Probe stellen wird. Es könnte also bald heißen: Nach dem Handelskonflikt ist vor dem Handelskonflikt!

Was sich derweil in der britischen Hauptstadt rund um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abspielt, spottet mittlerweile jeder Beschreibung. Premierministerin Theresa May hat weiterhin nicht die Absicht die roten Linien des mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrages neu aufzurollen. Genau dies fordern aber die Parlamentarier mit Nachdruck. Weitere Zugeständnisse im Zuge von Nachverhandlungen hat wiederum Brüssel bereits ausgeschlossen. Zahllos eingebrachte Kompromissvorschläge seitens Labour und Tories fanden wiederum im Unterhaus keine Mehrheit. Angesichts der politisch völlig verfahrenen Situation in Großbritannien wurde auf einem EU-Sondergipfel nun ein neuerlicher Aufschub der Austrittsfrist bis Ende Oktober gebilligt. Ein zeitnaher ungeordneter Austritt des Vereinigten Königreichs ist damit nochmal verhindert worden, die Hängepartie geht jedoch weiter. Ironie der Geschichte: Trotz des im Sommer 2016 per Referendum beschlossen EU-Austritts nehmen die Briten voraussichtlich an den kommenden Monat stattfindenden Wahlen zum Europaparlament teil.

Konjunktur & Geldpolitik

Die Sorgen um die deutsche Konjunktur nehmen angesichts der zunehmenden Schwäche der hiesigen Industrie immer größer Ausmaße an. Wegen einer schwachen Auslandsnachfrage sieht sich die exportabhängige Branche im Februar mit dem stärksten Auftragseinbruch seit mehr als zwei Jahren gegenüber. Die Auftragseingänge fielen gegenüber Januar völlig unerwartet um fulminante 4,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium in der ersten Aprilwoche mitteilte. Im Vorfeld von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Bereits im Monat zuvor hatte die Zahl der Industrieaufträge um 2,1 Prozent nachgegeben und der Rückgang sich damit im Februar nochmal deutlich beschleunigt.

Aufgeschlüsselt fielen die Industrieaufträge aus dem Inland im Februar um 1,6 Prozent, die Auslandsaufträge reduzierten sich sogar um 6,0 Prozent. Mit 7,9 Prozent besonders deutlich gingen die Bestellungen aus Staaten außerhalb der Euro-Zone zurück. Nach Angaben des Ministeriums sei auch „in den kommenden Monaten insbesondere wegen fehlender Auslandsnachfrage mit einer verhaltenen Industriekonjunktur zu rechnen“. Als Belastungsfaktoren werden vor allem die an Dynamik verlierende Weltkonjunktur, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit in Sachen Brexit angeführt.

Dazu passen dann auch die abermals gen Süden korrigierten BIP-Prognosen (BIP: Bruttoinlandsprodukt) des Internationalen Währungsfonds (IWF). So hat der IWF Anfang April seine im Januar erfolgte Einschätzung zum Wirtschaftswachstum der wichtigsten Länder und  Wirtschaftsräume für 2019 deutlich angepasst. Demnach wurde das globale Wachstum von 3,5 Prozent auf 3,3 Prozent nach unten revidiert. Für die USA geht der Währungsfonds von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent statt zuvor 2,5 Prozent aus. Für die Eurozone wird indes nur ein BIP-Plus von 1,3 Prozent prognostiziert, während zuvor noch eine Steigerungsrate von 1,6 Prozent veranschlagt wurde. Deutschlands voraussichtliches Wachstum fällt gleich um 0,5 Prozentpunkte von 1,3 Prozent auf nur noch 0,8 Prozent. Lediglich für das Reich der Mitte gibt sich der IWF etwas optimistischer.  Per moderater Anhebung um 0,1 Prozent von 6,2 Prozent auf ein Plus von 6,3 Prozent schätzt der IWF den Ausblick für das chinesische Wirtschaftswachstum nun etwas positiver ein.

Gut zu wissen, dass Anleger sich vor diesem Hintergrund auch zukünftig auf geldpolitischen Rückenwind dies- und jenseits des Atlantiks verlassen können. So hat die Europäische Zentralbank auch diesen Monat wieder alle Zinssätze unverändert belassen. Der Leitzins verharrt also weiterhin bei null Prozent, während der Spitzenrefinanzierungssatz auch zukünftig bei 0,25 Prozent und der Einlagensatz bei einem Minus von 0,40 Prozent ausgewiesen wird.  Für wenig Überraschung sorgten auch die veröffentlichten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank (Fed) aus dem Monat März. Darin bekräftigten die US-Währungshüter, ihre Geldpolitik permanent überprüfen und variabel an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen zu wollen. In diesem Kontext handelt es sich um eine Standardformel des Federal Reserve, die den amerikanischen Notenbankern maximalen Spielraum und damit alle Optionen offen lässt. Die ehedem restriktive monetäre Marschroute scheint jedoch vom Tisch.

So hatten sich die US-Währungshüter bei ihrer letztmonatigen Sitzung noch überzeugter gezeigt, den Leitzins in diesem Jahr unverändert zu belassen. Sie gehen angesichts der global schwindenden Wachstumsdynamik und dem gedämpften Preisauftrieb von höheren Risiken für die US-Wirtschaft aus, was einer weiteren Zinssteigerung entgegenspricht. Auf der anderen Seite sahen die Fed-Repräsentanten aber auch keinen Grund für Zinssenkungen. Demnach wird für das laufende Jahr also keine Zinserhöhung mehr angepeilt, für 2020 lediglich eine Steigerung in Erwägung gezogen und für 2021 wiederum ein statisches Leitzinsniveau avisiert. Handfestere Angaben zur geplanten Beendigung der Fed-Bilanzverkürzung waren dem Sitzungsplan nicht zu entnehmen. Bis dato ist das Auslaufen betreffender Maßnahmen im September vorgesehen.

Aktien

Entscheidender Katalysator für die seit Jahresbeginn laufende Erholungsbewegung an den Aktienmärkten ist die US-Notenbank, die eine bemerkenswerte geldpolitische Wende gegenüber ihrer zuvor restriktiv ausgerichteten Marschroute hingelegt hat. Zudem spekulieren die Marktteilnehmer zuversichtlich auf eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Abzuwarten bleibt nun, ob die derzeit zu beobachtenden Preisniveaus auch nachhaltig behauptet werden können. Denn blickt man in die Statistiken, so war es bspw. für den amerikanischen S&P500, einen der meistbeachtesten Leitindizes weltweit, das beste Quartal seit zehn Jahren. Und auch der DAX konnte im ersten Quartal, trotz reihenweise schwacher Wirtschaftszahlen über die letzten Monate, um mehr als acht Prozent zulegen. Selbiges gilt für den chinesischen Aktienmarkt, der trotz ebenfalls deutlicher konjunktureller Bremsspuren sogar bis zu 30 Prozent zulegen konnte.

In Folge dieser Aufwärtsdynamik präsentieren sich die Aktienmärkte also in einer nun zusehends überkauften Marktlage. Eine Atempause respektive Konsolidierung käme in diesem Kontext also keinesfalls überraschend. Als möglicher Auslöser könnten enttäuschenden Unternehmensmeldungen innerhalb der nun anstehende Q2-Berichtssaison dienen. Weiteres Korrekturpotenzial birgt ein Scheitern der Verhandlungen im Zollstreit zwischen den USA und China. Aktuell befinden sich die Marktakteure jedoch im ‚Risk-On‘-Modus. Schauen wir uns an, wie sich dies auf die Performance der weltweit wichtigsten Aktienindizes niederschlägt:

Bei derzeit 12.003 Punkten kann der deutsche Aktienindex seit dem 1. Januar ein Plus von 12,86 Prozent vorweisen und damit deutlich Boden gut machen. Noch besser sieht die Performance des EuroStoxx aus, der seit Jahresbeginn um 15,01 Prozent auf aktuell 3.450 Punkte zulegt. Relative Schwäche zeigt der britische FTSE 100, der natürlich unter den Brexit-Wirren zu leiden hat. Nichtsdestotrotz kann auch der Leitindex aus London seit Jahresanfang ein stattliches Plus von 10,42 Prozent verbuchen. Auch in den Vereinigten Staaten erholt sich der Aktienmarkt auf breiter Front. Vorneweg treibt die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Zollstreit mit China. Zudem stützt die geldpolitische Abkehr der Fed von ihrer vormals restriktiv orientierten Ausrichtung. Gegenüber Jahresbeginn notiert der Dow Jones bei aktuell 26.403 Punkten 14,56 Prozent stärker. Die Technologierbörse Nasdaq verbucht im selben Zeitraum ein Plus von 21,37 Prozent auf 7.626 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.906 Punkten einen Aufschlag von 17,02 Prozent.

Handelskonflikt und Konjunktursorgen hatten auch die Aktienmärkte Asiens und insbesondere das Kursgeschehen Chinas belastet. Der Zollstreit mit den USA zeigt konjunkturelle Wirkung. Auch im Reich der Mitte hoffen Anleger also auf eine Normalisierung der Handelsbeziehungen. Dabei kann der chinesische Aktienmarkt bereits imposante Zuwachsraten verbuchen. Als Impulsgeber fungiert die chinesische Staatsführung, die mit einem ganzen Paket an Einkommens- und Unternehmenssteuererleichterungen für Entlastung sorgt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dazu weitet die chinesische Regierung die öffentlichen Investitionen stark aus. Schützenhilfe kommt von der Zentralbank, die die betreffenden Stützungsmaßnahmen mit einer lockeren Geldpolitik protegiert. In der Folge kann der chinesische SSE 50 bei 2.920 Punkten um fulminante 29,08 Prozent gegenüber Jahresbeginn vorrücken. Im Vergleich dazu präsentiert der japanische Nikkei bei 22.060 Zählern lediglich ein Plus von 8,83 Prozent. Auch am südkoreanischen Aktienmarkt weist die Tendenz gen Norden. Bei aktuell 2.230 Punkten gewinnt der KOSPI seit Anfang Januar 8,82 Prozent dazu.

Anleihen

Während die Aktienmärkte also weiter haussieren, verlieren Marktteilnehmer die Risiken nicht aus dem Blick. Die nach wie vor unsichere Gemengelage prägt weiterhin das Kursgeschehen auch an den Rentenmärkten. Sichere Anlagehäfen sind weiterhin gefragt. Dies gilt natürlich vor allem für Staatsanleihen mit hoher Bonität, für die vor allem westliche Industriestaaten stehen. Zu dem noch ungelösten Handelskonflikt zwischen den USA und China, den konjunkturellen Sorgen sowie der Hängepartie in Sachen Brexit, wird der Renditedruck an den Rentenmärkten noch von der wieder locker tendierenden Geldpolitik der US-Notenbank forciert. Als Paradebeispiel für den Zinsverfall lassen sich 10-jährige Bundesanleihen anführen, die zuletzt erstmals seit Bestehen negativ rentierten. Die Europäische Zentralbank lässt grüßen! Damit zogen deutsche Staatspapiere zeitweise mit Japan gleich, jedoch mit dem Unterschied, dass im Land der aufgehenden Sonne von Kurzläufern ab zwei Jahren bis hin zu 10 jährigen Langläufern gleich sämtliche Laufzeiten im negativen Zins-Terrain notieren.

Aktuell gibt es bei einer 10-jährigen Bundesanleihe eine Rendite von 0,05 Prozent zu vereinnahmen. Wer innerhalb der alten Welt höhere Zinsen erwirtschaften möchte, könnte sich den betreffenden Pendants aus Italien zuwenden, wo es mit 2,38 Prozent deutlich mehr zu holen gibt. Dafür gilt es jedoch auch ein entsprechend höheres Ausfallrisiko in Kauf zu nehmen. Glücklicher schätzen können sich vor diesem Hintergrund Anleger, die US-Treasury Bonds im Depot halten. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren lassen sich auf der anderen Atlantikseite noch 2,54 Prozent Rendite erzielen. Wie verzerrt sich der Anleihemarkt präsentiert, ist daran zu erkennen, dass sich die USA zu höheren Kosten als Griechenland verschulden müssen. So notieren derzeit die Renditen fünfjähriger Hellas-Anleihen unterhalb der Verzinsung von US-Titeln gleicher Laufzeit. Die im Vergleich zu den USA geringeren griechischen wie italienischen Anleihe-Renditen signalisieren damit kurioserweise, dass es sich bei den Mittelmeer-Anrainern um solidere Schuldner als die Vereinigten Staaten handeln soll! Verkehrte Welt.

Rohstoffe

Seit Jahresanfang scheinen auch die Ölpreise nur eine Richtung zu kennen. Ähnlich wie die internationalen Aktienmärkte hatte das schwarze Gold von Herbst letzten Jahres an eine massive Korrektur zu bewältigen, deren Tiefs in der letzten Dezemberwoche markiert wurden. Seitdem geht es wieder unbeirrt gen Norden. In der Folge verzeichnen im April sowohl Barrels (159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate, als auch des Nordsee-Pendants Brent neue Fünf-Monatshochs oberhalb von 64 Dollar bzw. 71 Dollar. Für das Momentum auf der Oberseite zeigt sich insbesondere die Angebotsseite verantwortlich. Für eine Verknappung des Energieträgers sorgen, neben der von der OPEC beschlossenen Drosselung der Förderquoten, zuletzt auch die Wirtschaftskrise Venezuelas, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Krise in Libyen.

Der Goldpreis rangiert dagegen hartnäckig innerhalb der seit Anfang März dominierenden Handelsspanne zwischen 1.320 Dollar und 1.280 Dollar. Abzuwarten bleibt, ob die älteste Währung der Welt in dieser Sägezahnphase Kraft für einen Ausbruch über den Schlüsselwiderstand im Bereich von 1.370 Dollar sammelt oder aber an einer bearishen Top-Formation bastelt. Bei 1.370 Dollar notiert das Hoch aus dem Sommer 2016, das mittlerweile zweimal getestet, aber bislang nicht erobert werden konnte. Vor einem Angriff auf diese charttechnisch signifikante Preismarke gilt es noch das Hoch aus dem Februar bei 1.350 Dollar zu egalisieren. Auffällig bleibt nach wie vor das Kaufinteresse internationaler Notenbanken. Letztere haben sich in den vergangenen Jahren auf dem Weltmarkt von Nettoverkäufern zu Nettokäufern gemausert. Zuletzt traf dies vor allem auf China zu, das im März den vierten Monat in Folge einen offiziellen Anstieg seiner Goldreserven auswies. Vergangenen Monat stiegen die Goldreserven im Reich der Mitte um 360.000 Unzen auf 60,62 Millionen Unzen.

 

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Market Upate – März 2019

(Marktnachrichten, Krefeld, den 20.03.2019) Auch im März geht die zum Jahresanfang gestartete Erholungsrallye weiter. Die weltweiten Aktienmärkte arbeiten sich unbeirrt gen Norden vor – allen Risiken zum Trotz. Möglich machen es nicht zuletzt die großen Notenbanken, die in Sachen restriktiver Geldpolitik deutlich behutsamer vorgehen wollen als zuvor avisiert. Der Grund findet sich in einer zusehends abnehmenden globalen Konjunkturdynamik. Die Sorge davor lässt Investoren wiederum verstärkt Stabilität versprechende Anlagehäfen wie langlaufende Staatsanleihen westlicher Industrienationen ansteuern. Beim Abrutschen betreffender Kapitalmarktrenditen ist bis dato kein Ende in Sicht. Der Boden dürfte voraussichtlich erst mit einer Deeskalation in Sachen Brexit und Handelskonflikt gefunden werden. All diese Themen werden uns bei der Betrachtung der individuellen Kurstreiber und Anlageklassen innerhalb der nächsten Kapitel begleiten. Widmen wir uns zum Einstieg zunächst den geopolitischen Risiken.

Geopolitik

Eines der dominierenden Marktthemen bleibt nach wie vor der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China. Seit nunmehr drei Monaten ziehen sich die Verhandlungen zwischen den zwei weltweit größten Volkswirtschaften hin. Eine Lösung hätte eigentlich bis zum 1. März gefunden werden müssen, um im Anschluss eine automatische Erhöhung der Zollaufschläge seitens der Vereinigten Staaten auf chinesische Importe zu verhindern. Doch davon nahm US-Präsident Donald Trump schließlich Abstand. Zuletzt gaben sich beide Seiten zuversichtlich, eine zeitnahe Einigung im Handelsstreit erzielen zu können.

Diese ist auch dringend notwendig. Zum einen zeitigt der Konflikt deutliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Prosperität im Reich der Mitte, ganz zu schweigen von der Weltkonjunktur. Zum anderen gehen die Finanzmärkte mittlerweile fest von einer nachhaltigen Deeskalation aus. Eine gütliche Einigung dürfte an den internationalen Börsen also weitestgehend eingepreist sein. Finden die Wirtschaftsgiganten jedoch nicht zu einem Übereinkommen, birgt dies wiederum erhebliches Enttäuschungspotenzial vorneweg für die Aktienmärkte.

In der Alten Welt dreht sich weiterhin alles um das nicht enden wollende Brexit-Drama. Allenthalben herrscht fassungsloses Kopfschütteln über die Sackgasse, in die sich die britische Politik kurz vor Ende der Austrittsfrist manövriert hat. Das britische Parlament hat nun zweimal gegen einen geordneten EU-Austritt – zumindest in der Fassung des seitens Premierministerin Theresa May mit Brüssel aushandelten Vertrages – gestimmt. Ein drittes Mal darf eine Vorlage mit identischem Inhalt nun nicht mehr zur Abstimmung eingereicht werden, da dies gegen die Regeln des Unterhauses verstößt. Ebenso hatte das Parlament gegen einen harten, sprich ungeregelten Brexit votiert.

Einig war man sich lediglich über die Verschiebung der Austrittsfrist, die eigentlich zum Monatsende abläuft. Der Antrag dafür muss allerdings zeitnah in Brüssel eingereicht werden, eine schlüssige Begründung und Perspektive enthalten und zu guter Letzt von allen EU-Mitgliedstaaten einstimmig akzeptiert werden. Die Zeit drängt also, da aus einem harten Brexit signifikante wirtschaftliche Konsequenzen für beide Seiten resultieren, im Besonderen natürlich für das Vereinigte Königreich. Eine Fortschreibung des Status quo und damit den zumindest vorläufigen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union dürften die Finanzmärkte als das kleinere Übel ansehen.

Konjunktur

Nachdem Deutschland bereits zum Ausklang vergangenen Jahres nur um Haaresbreite einer sog. technischen Rezession (= in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen ein negatives Wirtschaftswachstum) entkommen ist, bestätigt der die Bundesregierung beratende Sachverständigenrat nun die negative Tendenz. Fast um die Hälfte auf 0,8 Prozent haben die sog. Wirtschaftsweisen die Wachstumsprognose für 2019 gen Süden korrigiert. Demnach würde eine weiterhin robuste Binnenkonjunktur eine tatsächliche Rezession voraussichtlich verhindern. Jedoch macht sich auch hierzulande der protektionistische Wettstreit zwischen den USA und China bemerkbar. Angesichts der starken Exportorientierung sowie der internationalen Handelsverflechtungen ist kaum eine Industrienation so eng mit der Weltwirtschaft verwoben wie Deutschland.

Hoffnung macht derweil der jüngst veröffentlichte ZEW-Index. Das an den Märkten viel beachtete Stimmungsbarometer nähert sich zum Ende des ersten Quartals wieder der Wachstumszone. Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte, kletterte der Teilindex der Konjunkturerwartungen im März von minus 13,4 auf aktuell minus 3,6 Punkte. Im Vorfeld war lediglich ein Anstieg auf minus 11,0 Zähler erwartet worden. Auch für die verbleibende Euro-Zone haben die Wirtschaftsweisen ihre Wirtschaftsprognosen mitunter deutlich reduziert. So korrigierten die Ökonomen das Wachstum Frankreichs von 1,6 Prozent auf 1,1 Prozent. Im Falle Italiens geht der Sachverständigenrat für 2019 sogar von minus 0,2 Prozent und damit einem Abgleiten in die Rezession aus. Zuvor war man für den Mittelmeeranrainer noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent ausgegangen.

In den USA deuten die jüngsten Zahlen zum Einzelhandel sowie  zur Industrieproduktion ebenfalls auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hin. Zudem geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die durch Präsident Donald Trumps Steuerreform entfachten Wirtschaftsstimuli spätestens 2020 verpufft sein werden. Nichtsdestotrotz entwickelte sich die US-Konjunktur im vierten Quartal des vergangenen Jahres mit einem Wirtschaftswachstum von 2,6 % robust. Für das gesamte Jahr 2018 können die USA ein BIP-Plus von 2,8 Prozent ausweisen. Der vorlaufende ISM-Einkaufsmanagerindex kletterte derweil von 54,3 auf 56,6 Zähler, während das Verbrauchervertrauen sogar von 121,7 auf 131,4 Punkte zulegen konnte.

In China sorgten zuletzt schwache Zahlen zum Außenhandel für schlechte Stimmung. So waren wegen des Zollkonfliktes mit den Vereinigten Staaten die Exporte aus dem Reich der Mitte im Februar um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Zudem hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor unerwartet stark eingetrübt. Das viel beachtete Caixin-Stimmungsbarometer gab von 53,6 Zählern im Januar auf 51,1 Punkte im Februar nach. Im Vorfeld war lediglich mit einem Rückgang auf 53,5 Zähler gerechnet worden. Vor diesem Hintergrund handelte es sich um den zweiten Rückgang in Folge und den zugleich niedrigsten Wert seit vergangenem Oktober.

Geldpolitik

Neben Brexit und dem Handelskonflikt fungieren also vor allem die sich zusehends eintrübenden Konjunkturaussichten als potenzieller Belastungsfaktor. Wichtige Konjunkturbarometer signalisieren weltweit eine fortschreitend abnehmende Wachstumsdynamik. In der Folge relativieren nun die maßgebenden Notenbanken ihre eigentlich restriktiver vorgesehene geldpolitische Marschroute. Dass sich daran zeitnah etwas ändern wird, ist eher unwahrscheinlich.

So ist von der Europäischen Zentralbank auf absehbare Zeit keine substanzielle Straffung der Zinsen zu erwarten. Seit März 2016 hält EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins beim Rekordtief von 0,0 Prozent. Selbiges gilt für den Einlagenzins, der aktuell bei minus 0,4 % notiert. Angesichts konjunktureller Gewitterwolken, einer sich weiter abschwächenden Inflationsrate, möglicherweise anstehender Brexit-Verwerfungen und mit Blick auf Italien als zusehends taumelndem Euro-Schwergewicht dürfen Anleger in der Alten Welt auch weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehen.

Ähnliches ist von der US-Notenbank zu vernehmen. Aktuell liegt der Leitzins in den USA bei 2,5 Prozent. Im Gegensatz zur EZB hat die Fed jedoch via absolvierter Zinsanstiege sukzessive einen wenngleich überschaubaren Puffer aufbauen können. Denn mittlerweile scheint sich der Fokus auf der anderen Atlantikseite nicht mehr darauf zu richten, wann die nächste Zinserhöhung Einzug hält, sondern ob es nicht womöglich mittelfristig eine Senkung geben könnte. Das zuletzt veröffentlichte Sitzungsprotokoll der Notenbanker weist jedenfalls ausdrücklich darauf hin, dass anstelle eines Straffungskurses mit regelmäßigen Zinsanhebungen vielmehr eine „geduldige“ Gangart auf der Tagesordnung stehen wird.

Zudem solle der im Herbst 2017 in Angriff genommene Abbau der Bilanzsumme zukünftig „flexibel“ gehandhabt werden. Die seitdem monatlich erfolgende Bilanzverkürzung um 50 Mrd. US-Dollar könnte also zumindest temporär ihre Einstellung erfahren. Durch den Verzicht auf Ersatzkäufe bei fällig werdenden Anleihen haben die amerikanischen Zentralbanker den Wert der Bilanz-Assets von in der Spitze 4,5 Billionen Dollar auf zuletzt rund vier Billionen gesenkt. Genau diese restriktive Marschroute seitens des Fed-Chefs Jerome Powell aber, sprich Zinserhöhungen nebst parallelem Liquiditätsentzug, galt als einer der maßgeblichen Kurstreiber für die Korrekturbewegung im vergangenen Kalenderjahr. Das nunmehr bestellte geldpolitische Umfeld dürfte zukünftig als wichtige Stütze für die Aktienmärkte dienen.

Aktien

Nichtsdestotrotz wird die Luft zumindest temporär an den internationalen Aktienmärkten dünner. Bis auf überschaubare Konsolidierungsphasen tendieren die weltweit wichtigsten Aktienindizes seit Jahresbeginn nahezu ungebremst gen Norden. Dies ist umso bemerkenswerter in Anbetracht der sich zuletzt global deutlich eintrübenden Konjunkturaussichten. Forciert wird die Erholungsbewegung unter anderem von der Zuversicht auf eine gütliche Einigung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie den bereits erwähnten geldpolitischen Rahmenbedingungen. Angesichts der Aufwärtsdynamik sowie daraus resultierender Preisniveaus käme eine neuerliche Konsolidierungsphase jedoch nicht überraschend. Rückschlagpotenzial ergibt sich auch aus technischer Perspektive, da sich die Aktienmärkte mittlerweile in einer überkauften Marktlage sowie an markanten Widerstandsregionen wiederfinden. Als möglicher Katalysator könnte die anstehende US-Berichtsaison dienen, sollten die Bilanzausweise mehrheitlich hinter den Erwartungen zurückbleiben und/oder die Ausblicke allzu durchwachsen ausfallen.

Werfen wir nun einen Blick auf gegenwärtige Performance der weltweit meistbeachteten Aktienmärkte:

Von nach unten korrigierten Konjunkturprognosen in der Eurozone sowie einem möglichen harten Brexit zeigen sich Anleger in der Alten Welt kaum beeindruckt. Bei derzeit 11.622 Punkten kann der deutsche Aktienindex seit dem 1. Januar ein Plus von 11,14 Prozent vorweisen und damit deutlich Boden gut machen. Noch besser sieht die Performance des EuroStoxx aus, der bei aktuell 3.379 Punkten seit Jahresbeginn um 13,71 Prozent zulegen kann. Der britische FTSE 100 kann in diesem Zeitraum, trotz der Unsicherheit rund um den Brexit, immerhin noch ein Plus von 8,47 Prozent auf 7.310 Zähler verbuchen.

Noch freundlicher präsentiert sich auf der anderen Atlantikseite die Wall Street. Die allgemein erwartete Einigung im Zollkonflikt sowie der geldpolitische Kurswechsel der US-Notenbank machen es möglich. Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping soll es wahrscheinlich im April geben. Gegenüber Jahresbeginn notiert der Dow Jones bei momentan 25.763 Punkten 13,27 Prozent stärker. Die Technologiebörse Nasdaq verbucht im selben Zeitraum sogar ein Plus von 16,94 Prozent auf 7.335 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.820 Punkten einen Aufschlag von 14,00 Prozent.

Zuletzt schürten schwächere Wirtschaftsdaten aus China Zweifel an der nachhaltig positiven Entwicklung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Für Optimismus sorgt jedoch der Plan Pekings, die Mehrwertsteuer ab dem 1. April zu senken. Zudem geht das Reich der Mitte angesichts des Handelsstreites mit einem Investitionsgesetz auf ausländische Unternehmen und Investoren zu. In der Folge kann der chinesische SSE 50 bei 2.812 Punkten, Stand heute, um imposante 24,31 Prozent gegenüber Jahresbeginn vorrücken. Demgegenüber präsentiert der japanische Nikkei bei 21.553 Zählern ein vergleichsweise moderates Plus von 8,09 Prozent. Auch am südkoreanischen Aktienmarkt weist die Tendenz gen Norden, wenn auch etwas verhaltener. Bei aktuell 2.172 Punkten gewinnt der KOSPI seit Anfang Januar 6,61 Prozent dazu.

Anleihen

Während die Aktienmärkte unbeirrt weiter gen Norden tendieren, schlägt sich die Sorge vor einer global stagnierenden Konjunkturdynamik an den Rentenmärkten umso deutlicher nieder. Weiterhin werden vor allem Staatspapiere mit hoher Bonität nachgefragt. Vorneweg sind dies Staatsanleihen aus den USA und Deutschland. Hierzulande rentieren 10-jährige Bundesanleihen bei derzeit lediglich 0,09 Prozent. Bei 1,5 Prozent Inflation ist das ein realer Wertverlust. Im Hoch 2018 gab es dagegen noch 0,8 Prozent zu vereinnahmen. Stand heute resultiert daraus eine um knapp 90 Prozent geringere Renditeausbeute. Betreffende Langläufer-Pendants aus Japan haben mit aktuell minus 0,04 Prozent sogar ins Negativ-Terrain gewechselt. Investoren müssen also bereits dafür bezahlen, dem Land der aufgehenden Sonne Geld leihen zu dürfen.

Bergab geht es auch bei der Verzinsung amerikanischer Treasury Bonds. Noch im Oktober konnten bei US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren über 3,1 Prozent eingestrichen werden. Aktuell sind es mit knapp 2,6 Prozent rund 50 Basispunkte weniger. Offensichtlich wollen Investoren an den Aktienmärkten zwar nichts verpassen, verlieren aber auch die Risiken im Zuge einer sich weiter eintrübenden Konjunkturperspektive, nebst möglicher Eskalation in puncto Brexit und internationalem Handelsstreit, nicht aus dem Blick. Sicherheit ist die Mutter der Porzellankiste. Dies gilt auch für die Portfolios von Privatanlegern und institutionellen Investoren. In der Folge werden verstärkt Stabilität versprechende Anlagehäfen angesteuert. Dies gilt bei Staatsanleihen insbesondere für die als besonders sicher geltenden Langläufer westlicher Industriestaaten.

Rohstoffe

Als klassischer Schutz in und vor stürmischen Zeiten gilt auch die älteste Währung der Welt. Keine Überraschung also, dass sich Gold-Notierungen wieder oberhalb der Marke von 1.300 USD etablieren können. Dabei spielen dem glänzenden Edelmetall gleich mehrere Faktoren in die Karten. Zum einen sind es die bereits erörterten Risiken von geopolitischer und konjunktureller Seite, die Anleger verstärkt nach das Portfolio absichernden Assets greifen lassen. Darüber hinaus spielt jedoch auch die Kehrtwende der US-Notenbank eine wichtige Rolle. Eine auf dem Zinserhöhungspfad nun wieder zurückhaltender agierende Fed erhöht die relative Attraktivität des zinslosen Edelmetalls.

Zudem soll der Abbau der Fed-Bilanz voraussichtlich zum Jahresende auslaufen. Mit dem Entfallen weiter steigender Zinsen und einem möglichen Ende des fortgesetzten Entzugs von Liquidität dürfte in der Folge auch der Gegenwind für Gold abnehmen. Darüber hinaus stützen zunehmend auch Notenbanken das Kursgeschehen. Angesichts eines weiterhin niedrigen Goldanteils in den Währungsreserven vieler Zentralbanken findet sich das Kaufinteresse von dieser Seite auf einem hohen Niveau wieder. Als Reaktion auf die US-Sanktionspolitik kommt hinzu, dass u. a. Notenbanken aus China und Russland über den Erwerb von Gold versuchen, ihr ‚Greenback‘-Exposure zu verringern.

Von einem Höhenflug zum nächsten begibt sich derweil Palladium. Der Preis des Edelmetalls, das insbesondere beim Bau von Autokatalysatoren zum Einsatz kommt, wird derzeit von Spekulationen auf Lieferengpässe getrieben. So soll Russland als einer der wichtigsten Anbieter den Export-Stop für recycelte Edelmetalle erwägen. In Anbetracht eines schon bestehenden Nachfrageüberhangs lässt die Aussicht auf eine zusätzliche Angebotsverknappung Palladium auf neue Rekordhochs oberhalb von 1.600 USD klettern.
Weiter gen Norden geht es auch mit den Ölpreisen. Unverändert stützt die Einigung des Erdölkartells Opec und seiner Alliierten, die vereinbarten Produktionskürzungen bis Ende Juni fortzusetzen, den Erdölpreis. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei aktuell 59,80 Dollar. Das Nordsee-Pendant Brent notiert bei derzeit 68,28 Dollar pro Barrel.

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Market Update – Februar 2019

(MARKTNACHRICHTEN, Krefeld den 27.02.2019) Einem turbulenten Jahresausklang nebst dynamischer Erholungsrally im ersten Kalendermonat 2019 folgte ein stabiler Februar. So lässt sich in aller Kürze das Kursgeschehen an den internationalen Aktienmärkten zusammenfassen. Dabei sind die maßgeblichen Belastungsfaktoren, die für die extreme Volatilität in 2018 gesorgt haben, noch keinesfalls aus der Welt. Jedoch hatten die Finanzmärkte nunmehr ausreichend Zeit und Spielraum, besagte Risiken in das Kursgeschehen einzuarbeiten. Psychologie gehört zu den entscheidenden Kurstreibern an den Börsen dieser Welt. In der Folge neigen die unterschiedlichen Anlageklassen zu Übertreibungen gen Norden sowie nach Süden. Dies gilt insbesondere in Korrekturphasen, so berechtigt die Gründe dafür auch sein mögen. Wie es derzeit um die einzelnen Märkte bestellt ist und von welchen Einflussgrößen diese zuletzt dominiert wurden, wollen wir uns in den folgenden Kapiteln näher anschauen.

Geopolitik

Mit Argusaugen schauen Anleger weiterhin auf den noch ungelösten Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt rückten wechselseitig in Peking und Washington geführte Verhandlungen in den Fokus. Bis dato jedoch ohne Resultate. Bis zum 1. März galt es sich für die Kontrahenten zu einigen. An besagtem Datum endet der Ende November letzten Jahres verabredete Burgfrieden, innerhalb dessen der Verzicht auf weitere Handelssanktionen eine gütliche Einigung ermöglichen soll. In diesem Kontext sorgte Donald Trump mit der Aussage, auf besagten Automatismus verzichten zu wollen, für ein versöhnliches Signal gen Reich der Mitte. Weißer Rauch ist jedoch noch nicht zu sehen. Beiderseitig verhängte Strafzölle gehören zu den maßgeblichen Belastungsfaktoren an den weltweiten Finanzmärkten und haben entscheidenden Einfluss auf die Dynamik der Weltkonjunktur. Eine finale Einigung zwischen den zwei weltweit größten Volkswirtschaften bleibt ein potentieller Katalysator für weitere Aufwärtsambitionen nicht zuletzt auch an den Aktienmärkten.

Mit Blick auf Europa gibt es auch von dem nicht enden wollenden Brexit-Drama keinerlei Fortschritt zu berichten. Mitte Januar hatte das britische Unterhaus das von Premierministerin Theresa May mit der  EU ausgehandelte Austrittsabkommen abgelehnt. Ein im Anschluss gestelltes Misstrauensvotum konnte die Regierungschefin abwehren und setzt nun auf Nachverhandlungen mit Brüssel, um weitere Zugeständnisse zu erreichen. Die EU hat jedoch bereits mehrfach betont, keinerlei weiteren Verhandlungsspielraum zu sehen. Als gordischer Knoten fungiert der sogenannte Backstop, mit dem eine harte Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland verhindert werden soll. Die EU verlangt im Gegenzug, dass Nordirland Teil des Binnenmarktes bleibt, solange kein Handelsabkommen mit London vereinbart wurde. Das wiederum wird vom britischen Parlament strikt abgelehnt. Am 29. März soll der rechtskräftige Austritt aus der EU stattfinden, wenn es denn ein geordneter sein soll. Im Falle eines ungeordneten, sprich harten Brexits drohen signifikante wirtschaftliche Konsequenzen für beide Seiten, vorneweg für das Vereinigte Königreich. Eine ‚aufgeschoben ist nicht aufgehoben‘-Variante könnte vor diesem Hintergrund der seitens der britischen Regierung in Brüssel eingereichte Gesuch um Aufschiebung des Austrittstermins darstellen. Damit wäre zumindest nochmal etwas Zeit gewonnen.

Konjunktur

Zu den geopolitischen Unsicherheiten gesellen sich in der Folge zusehends Sorgen um die konjunkturelle Perspektive. Darauf weisen der jüngst für die Eurozone veröffentlichte Wirtschaftsklimaindex des Ifo-Institutes aus München hin. Im Januar fiel das Barometer, das die Erwartungen für die nächsten sechs Monate wiederspiegelt, erstmals seit 2014 unter den Nullpunkt. Nach zuletzt 6,6 Punkten findet sich das Barometer nun bei minus 11,1 Zählern wieder. Die einmal pro Quartal befragten Konjunkturexperten rechnen also im kommenden Halbjahr mit einem Abschwung. Frankreich wird vor diesem Hintergrund eine Rezession vorhergesagt, für Italien gar eine tiefe Rezession prognostiziert. Italiens Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt (BIP)) hatte sich im vierten Quartal 2018 in Relation zum Vorquartal um 0,2 Prozent reduziert. Bereits in Q3 war die Wirtschaftsleistung leicht zurückgegangen, womit definitionsgemäß – angesichts zweier Minusquartale in Folge – eine technische Rezession vorliegt.

Vor allem in Deutschland trübt sich die Konjunkturstimmung gemäß ZEW Konjunkturerwartungen sowie ifo Geschäftsklimadaten ein. So war das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland im Januar auf den tiefsten Punkt seit fast drei Jahren gefallen. Dazu passt die gerade erst um nahezu 50 Prozent reduzierte Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Kalenderjahr. Statt mit einem BIP-Plus von 1,8 Prozent wird jetzt nur noch mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2018 war Deutschland nur ganz knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt. Der Brexit, der Zollstreit mit den USA und die Konjunkturschwäche in China belasten Deutschlands exportorientierte Unternehmenslandschaft. Am härtesten trifft es dabei den heimischen Automobilsektor. Mit minus sechs Prozent war der Autoabsatz in 2018 zum ersten Mal seit 20 Jahren rückläufig.

Für das gesamte Weltwirtschaftsklima weist der Ifo-Index im ersten Quartal dieses Jahres einen Rückgang von minus 2,2 Punkten auf minus 13,1 Punkte aus: der vierte Rückgang in Folge und zudem der niedrigste Stand seit Ende 2011. Auch aus globaler Perspektive trüben sich sowohl die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage, als auch die Erwartungen an die kommenden sechs Monate signifikant ein. Dies gilt nun auch für die USA. Laut New York Fed droht Amerika mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 24 Prozent in den kommenden 12 Monaten eine Rezession. Dagegen blieb das Wirtschaftsklima in den Schwellen- und Entwicklungsländern laut Ifo-Institut weitgehend stabil, nachdem es dort in den zwei Quartalen zuvor jeweils stark rückläufig war. So konnten sich bspw. Chinas Exportzahlen zuletzt wieder stabilisieren. Nichtsdestotrotz hat das Reich der Mitte, insbesondere verursacht vom Zollstreit mit den USA, mit einer sichtbaren Delle des Wirtschaftswachstums zu kämpfen.

Geldpolitik

Zu der unsicheren geopolitischen Gemengelage gesellen sich also auch zusehends Risiken, was die wirtschaftliche Wachstumsperspektive betrifft. Gerade in Europa und insbesondere in Deutschland aber lässt die Politik mit strukturellen Reformmaßnahmen und zukunftsweisenden Investitionen auf sich warten. Angesichts einer sich eintrübenden Konjunktur dürften auf der einen Seite Unternehmen ihre Investitionstätigkeit zunehmend einschränken, während Verbraucher ihren Konsum sukzessive reduzieren. Beides kann fundamentale Kollateralschäden für die Aktienmärkte nach sich ziehen. Gut zu wissen, dass sich Investoren vor diesem Hintergrund zumindest auf die Geldpolitik verlassen können.

Denn in der alten Welt können Anleger weiterhin von einer lockeren Geldpolitik ausgehen. Angesichts konjunktureller Gewitterwolken sowie einer sich weiter abschwächenden Inflationsrate, wird die Europäische Zentralbank wohl kaum die erste Zinserhöhung in Angriff nehmen. Störfeuer für die Aktienmärkte aus dieser Richtung sollten also ausbleiben. Investoren wird es freuen, Sparer eher weniger. Jedoch bleibt damit auch der zinspolitische Handlungsspielraum bei einer weiteren konjunkturellen Abkühlung limitiert. Seit März 2016 hält EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins beim Rekordtief von 0,0 Prozent. Selbiges gilt für den Einlagenzins, der aktuell bei minus 0,4% notiert. Darüber hinaus wird Kapital aus fällig werdenden Anleihen, die im Rahmen des zum Jahreswechsel ausgelaufenen Anleihekaufprogramms erworben wurden, weiterhin reinvestiert.

Auch in den USA hat der globale Desinflationstrend zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Die Inflationsrate belief sich im Januar auf 1,6 Prozent nach 1,9 Prozent im Monat zuvor. In diesem Kontext thematisieren erste Repräsentanten der US-Notenbank bereits einen möglichen Stopp der Liquiditätsrückführungen (= Verkürzung der Bilanzsumme) bis Ende des laufenden Jahres. Dazu tauchen, wie bereits erwähnt, auch in den USA mittlerweile erste Gewitterwolken am Konjunkturhorizont auf. Nicht von ungefähr, auch wegen der zurückliegenden Kapriolen an den Aktienmärkten, hatte Fed-Chef Jerome Powell die zuvor sehr restriktiv avisierte geldpolitische Marschroute mit taubenhaften Äußerungen relativiert. Auch das Federal Reserve könnte also zunächst einmal eine Pause in puncto weiterer Zinserhöhungen einlegen. Im Unterschied zur EZB haben sich die amerikanischen Notenbanker aber mit einem Leitzinskorridor zwischen 2,25 – 2,50 Prozent einen Handlungsspielraum geschaffen, um künftige wirtschaftliche Schwächephasen zinspolitisch abfedern zu können.

Aktien

Seit Jahresbeginn lässt sich an den internationalen Aktienmärkten eine breit angelegte Erholung beobachten. Gestützt wird die Aufwärtsbewegung vor allem von der Hoffnung auf eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Hinweisen der US-Notenbank, von einer allzu restriktiven geldpolitischen Marschroute in 2019 Abstand zu nehmen. Im Februar mündete die Jahresauftaktrallye in eine Seitwärtsbewegung respektive Konsolidierungsphase. Besagter Seitwärtskanal wurde Ende Februar gen Norden verlassen. Abzuwarten gilt weiterhin ob es sich um eine nachhaltige Aufwärtsdynamik oder lediglich eine technische Gegenbewegung innerhalb eines übergeordneten Bärenmarktes handelt. Kurzfristig besteht durchaus Rückschlagpotential, da sich die Aktienmärkte aus technischer Sicht in einer überkauften Marktlage und zudem an markanten Widerstandsregionen wiederfinden. Schauen wir uns die gegenwärtige Performance der weltweit wichtigsten Aktienindizes etwas näher an:

Bei derzeit 11.455 Punkten kann der deutsche Aktienindex seit dem 1. Januar ein Plus von 8,53 Prozent vorweisen und damit deutlich Boden gut machen. Aktuell ist der Dax mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter zwölf und einer geschätzten Dividendenrendite von annähernd vier Prozent moderat bewertet. Gegenüber seinem im Monat Dezember markierten Jahrestief von 10.381 Zählern notiert das Frankfurter Kursbarometer 10,35 Prozent fester. Ähnlich sieht die Performance des EuroStoxx aus, der bei 3.265 Punkten um 9,48 Prozent seit Jahresbeginn zulegen kann und zum Jahrestief gleich 10,52 Prozent dazu gewinnt. Relative Schwäche zeigt der britische FTSE 100, der natürlich unter den Brexit-Wirren zu leiden hat. Der Leitindex aus London kann seit Jahresanfang immerhin noch ein Plus von 6,49 Prozent auf 7.105 Zähler verbuchen. Gegenüber dem Jahrestief präsentiert er einen Aufschlag von 7,18 Prozent. Für die europäischen Aktienmärkte wird es nun ganz entscheidend darauf ankommen, ob ein ungeordneter ‚No Deal‘ – Brexit noch verhindert werden kann.

Auch in den Vereinigten Staaten kann sich der Aktienmarkt auf breiter Front erholen. Der medial so präsente Shutdown ist für die Börsianer eher ein Non-Event. Vielmehr treibt die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelskonflikt mit China. Zudem spekulieren Investoren auf ein behutsameres Tempo, wenn nicht gar auf ein Aussetzen, der seitens der Fed anvisierten Zinserhöhungen für 2019. Gegenüber Jahresbeginn notiert der Dow Jones bei aktuell 25.988 Punkten 13,23 Prozent stärker. Die Technologierbörse Nasdaq verbucht im selben Zeitraum ebenfalls ein Plus von 13,23 Prozent auf 7.084 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.786 Punkten einen Aufschlag von 12,57 Prozent. Die Aufschläge der drei großen US-Indizes gegenüber dem Jahrestief belaufen sich auf 15 bis 17 Prozent.

Handelskonflikt und Konjunktursorgen hatten auch die Aktienmärkte Asiens und insbesondere das Kursgeschehen Chinas belastet. Der Zollstreit mit den USA zeigt konjunkturelle Wirkung. Jedoch honorieren Investoren die Fiskal- und Infrastrukturmaßnahmen durch die chinesische Regierung, die – flankiert von einer lockeren Geldpolitik – das Wirtschaftswachstum weiter ankurbeln sollen. In der Folge kann der chinesische SSE 50 bei 2.733 Punkten um fulminante 20,82 Prozent gegenüber Jahresbeginn und Jahrestief vorrücken. Demgegenüber präsentiert der japanische Nikkei bei 21.471 Zählern ein vergleichsweise moderates Plus von 8,1 Prozent für die ersten beiden Kalendermonate des Jahres; in Relation zum Jahrestief rückt der Index aus Tokio um 10,65 Prozent vor. Auch am südkoreanischen Aktienmarkt weist die Tendenz gen Norden. Bei aktuell 2.227 Punkten gewinnt der KOSPI seit Anfang Januar 9,33 Prozent dazu. Die Differenz zum Jahrestief beläuft sich auf ein Plus von 11,57 Prozent.

Anleihen

Die nach wie vor unsichere Gemengelage prägt auch das Kursgeschehen an den Rentenmärkten. Weiterhin werden insbesondere Staatspapiere mit hoher Bonität, sprich besonders sicher geltende Langläufer vor allem westlicher Industrieländer, nachgefragt. Vorneweg sind dies Staatsanleihen aus den USA und Deutschland. Noch in den Monaten Oktober und November waren bei US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren über 3,2 Prozent an laufender Verzinsung zu vereinnahmen. Zu diesem Zeitpunkt markierte die Rendite klassischer Treasury Bonds ein stattliches 5-Jahreshoch. Ende Januar waren es mit 2,73 Prozent bereits rund 50 Basispunkte weniger. Stand heute fällt die Rendite auf 2,66 Prozent und präsentiert zu den besagten Hochs nunmehr einen Abschlag von nahezu 60 Basispunkten. Selbiges gilt für 10-jährige Bundesanleihen. Aktuell rentieren deutsche Langläufer knapp oberhalb von 0,1 Prozent. Im Februar letzten Jahres gab es bei 10-jährigen Bundesanaleihen allerdings noch eine Rendite von über 0,7 Prozent zu holen. Daraus resultiert eine im Jahresvergleich mehr als 85 Prozent geringere Renditeausbeute.

Sowohl in neuer wie auch alter Welt fungieren der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die resultierende Sorge um eine Abschwächung der globalen Konjunkturdynamik als Renditedrücker. Flankiert wird das Ganze von nachgebenden Preisnotierungen auf den internationalen Rohölmärkten. In den Vereinigten Staaten kam noch der Shutdown (Regierungsstillstand) dazu, sowie Hinweise seitens der Fed, das Tempo weiterer Zinserhöhungen in 2019 zunächst einmal zu verlangsamen, wenn nicht gar komplett auszusetzen. Hierzulande kommt derweil Druck seitens zuletzt schwacher Konjunkturzahlen, vom nicht enden wollenden Brexit-Drama sowie von der angeschlagenen Volkswirtschaft eines hochverschuldeten Italiens, das im Worst Case Szenario ein Comeback der Euro-Krise einläuten könnte. Diese Risiken spiegeln die niedrigen Renditen an den Anleihemärkten wieder. Investoren bevorzugen also die Defensive: Sicherheit geht vor Risiko. Im Gegensatz zu den Aktienmärkten ist in den ersten beiden Kalendermonaten dieses Jahres von einer Erholung nichts zu sehen. Eine nachhaltige Deeskalation des Handelsstreits sowie eine wider Erwarten stramme geldpolitische Marschroute des Federal Reserve könnte dies jedoch ändern.

Rohstoffe

Analog zur Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten konnten zuletzt auch die Ölpreise zu einer breit angelegten Gegenbewegung ansetzen. Seit Jahresbeginn können sowohl das amerikanische WTI wie auch die Nordseesorte Brent auf deutliche Aufschläge verweisen. Während West Texas Intermediate Crude Oil in diesem Zeitraum ein Plus von derzeit 19,82 Prozent bei 55,56 US-Dollar verbucht, präsentiert Brent Ende Februar einen Zugewinn von 19,2 Prozent auf 65,13 US-Dollar. Im letzten Quartal vergangenen Jahres hatte das schwarze Gold noch über 40 Prozent an Wert einbüßen müssen. Auf der einen Seite scheint die von der Opec vereinbarte Förderquoten-Drosselung von täglich 1,2 Millionen Barrel (= Angebotsverknappung) Wirkung zu zeigen. Zum anderen stützt die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China.

Die weltweit nachlassende konjunkturelle Dynamik und die damit geringere Nachfrage der Auto-, Maschinen- und Elektroindustrie schlägt sich auch auf die Preise der Industriemetalle nieder. Der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt hat vor allem beim Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte Bremsspuren hinterlassen. In der Folge hat sich auch der Rohstoffhunger seitens der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft vermindert. Symptomatisch lässt sich hier Kupfer anführen: sage und schreibe 50 Prozent der weltweiten Nachfrage kommt aus China. Mit entsprechend massivem Druck sah sich dann auch das Industriemetall konfrontiert. Noch im Juni 2018 konnte ein Dreijahreshoch bei knapp 7.295 US-Dollar erobert werden. Anfang Januar markierte Kupfer dann ein 20-Monatstief bei 5.760 US-Dollar. Ein Rückgang von über 21 Prozent. Seitdem kann der Rohstoff wieder verlorenen Boden gut machen und zeigt sich in den letzten Februartagen knapp oberhalb von 6.520 US-Dollar.

Zunehmender Popularität erfreut sich die älteste Währung der Welt. Über die letzten sechs Monate kann Gold um rund 11 Prozent vorrücken. Dabei ist es vor allem der Nimbus als Sicherheit und Stabilität versprechender Anlagehafen, der das glänzende Edelmetall von Privatanlegern und institutionellen Adressen ansteuern lässt. Insbesondere den Turbulenzen an den Aktienmärkten verdankt Gold seine große Nachfrage. Dazu kommen Käufe von immer mehr Notenbanken, so auch die Zentralbanken aus Russland und China, über die eine Diversifikation der bis dato stark US-lastigen Devisenreserven und Anleihebestände erreicht werden soll. Das Ziel ist die Unabhängigkeit vom US-Dollar. Als weitere Stütze fungieren die jüngsten Hinweise der US-Notenbank, die nächsten Zinssteigerungen wesentlich geduldiger anzugehen, als zuvor erwartet. Mittlerweile haben Goldunzen die runde Marke von 1.300 US-Dollar ein gutes Stück hinter sich lassen können. Genanntes Preislevel dient nun als erste Supportzone im Falle konsolidierungsbedingter Rücksetzer. Derzeit notiert Gold bei 1.326 US-Dollar je Feinunze.

 

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Timberland Finance wird neuer Hauptsponsor des Tennis-Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld

Schritt für Schritt entwickelte sich der HTC Blau-Weiß Krefeld in den vergangenen Jahren in der Tennisbundesliga zu einer festen und sportlich attraktiven Größe. In den beiden Spielzeiten 2017 und 2018 zählte das Stadtwaldteam sogar zu den Titelanwärtern. Letztendlich fehlte es den Verantwortlichen hier und da an der notwendigen Finanzkraft, um die erfolgreiche Saison mit Platz eins krönen zu können. Für diese Finanzkraft sorgt jetzt ein neuer Hauptsponsor, der sich mit Finanzen glänzend auskennt. Die Firma Timberland Finance aus der Seidenstadt steigt zunächst für drei Jahre als Geldgeber des Bundesliga-Teams ein. Der Firmensitz ist an der Hüttenallee nur einen Steinwurf weit von der Heimat des Stadtwaldteams entfernt. Inhaber Dirk Köster ist zudem Mitglied im Verein und unterstützte den Klub bereits als Sponsor mit kleineren Beträgen. „Wir werden jetzt 20 bis 25 Prozent des Bundesliga-Etats abdecken. Ich gehe auch von einer Planung über die drei Jahre hinaus aus. Wir haben noch einiges vor bei Blau-Weiß. Dazu kann ich derzeit aber noch nichts sagen“, erklärte der Firmenchef, dessen Unternehmen mit Niederlassungen auf Malta, in Luxemburg und Ungarn seit 27 Jahren auf dem internationalen Finanzmarkt mit großem Erfolg tätig ist und sogar eine eigene Investmentbank betreibt. Er selbst spielt Tennis bei den Herren 55 von Grün-Weiß-Grün Krefeld.

„Neben dem Dreijahresvertrag ist für mich das eigentlich Erfreuliche, dass Herr Köster und sein Sohn Mitglied bei Blau-Weiß sind. Ich habe mir immer gewünscht, dass unser Hauptsponsor aus dem eigenen Verein kommt. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu einem Sponsor, der aus einer anderen Stadt kommt und dem die Vereinsumgebung völlig fremd ist“, sagte Klubchef Hajo Ploenes. Er wies aber direkt darauf hin, dass Blau-Weiß jetzt nicht reinklotzt und noch mehr Topspieler verpflichtet: „Am Ende des Jahres muss wieder eine schwarze Null da stehen. Das ist uns im Vorjahr leider nicht gelungen. Zum Glück haben zwei unserer Mitglieder das ausgeglichen. Jetzt fangen wir wieder bei null an und danken Herrn Köster für die Unterstützung. Wir haben ihm auch direkt angeboten, den Firmennamen mit in den Namen des Bundesligateams aufzunehmen.“ Auf den Zusatz HTC wird verzichtet, allerdings nicht im eingetragenen Vereinsnamen. Eigentlich hatten sich die Blau-Weißen immer auf die Fahne geschrieben, ihren Namen nicht ändern zu wollen. Doch bei diesem Partner gingen die Verantwortlichen gerne von ihrem Kurs ab: „Es gab früher schon mal die Möglichkeit, Gazprom mit in den Namen aufzunehmen. Da war ich dagegen, da wir mit der SWK einen treuen Partner haben, den wir nicht verärgern wollten“, erklärte Hajo Ploenes.

Teamchef Olaf Merkel betonte, dass der neue Hauptsponsor mit den fünf Neuverpflichtungen für die Saison 2019 nichts zu tun habe: „Die Zusagen bestanden schon vorher.“ Denn erst im Herbst hatten sich Merkel und Köster zusammengesetzt und die zusätzliche Unterstützung von Timberland Finance in Verbindung mit dem Namensrecht vereinbart. Durch den gestiegenen Etat hat der Teamchef bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die jeweiligen Spieltage mehr Spielraum. „Es ist jetzt möglich, dass der ein oder andere Topspieler ein Spiel mehr für uns bestreiten kann oder wir mal fünf statt der erfoderlichen vier Spieler zur Verfügung haben“, erklärte Ploenes dazu.
Ein neues Saisonziel stecken sich die Blau-Weißen mit ihrem neuen Hauptsponsor nicht. „Durch die Spielerverpflichtungen wollen wir den positiven Trend fortsetzen und besonders wieder attraktive Heimspiele bieten.

FUCHS-Kapital spricht Anlageempfehlung für den Timberland Fonds OptiMix A aus

Produktcheck: Timberland Fonds OptiMix A GmbH & Co. KG

Der Schlüssel zu einer ertragsstarken und dennoch vergleichsweise sicheren Geldanlage liegt im richtigen Mix verschiedener Anlageklassen.

Denn nicht alle Anlageformen laufen zu jeder Zeit gleich gut.
Langfristig haben Aktieninvestments sicherlich das größte Renditepotential. Neben attraktiven Dividenden können Anleger hier langfristig Kursgewinne erzielen. Festverzinsliche Wertpapiere hingegen sind hinsichtlich der Rückzahlung der investierten Summen sicherer als Aktien. Allerdings sind die Renditen aktuell wenig attraktiv.
Rohstoffe und Edelmetalle können beigemischt werden und ein Portfolio gut diversifizieren.

Wollen Anleger sich ein breit gestreutes Portfolio zusammenstellen und betreuen, wird das manchmal schon zu einer komplexen Aufgabe.

Es stellt sich immer wieder die Frage, welche Kombination dieser unterschiedlichen Anlageklassen für die langfristige Geldanlage am besten geeignet ist. Die Antwort darauf ist natürlich von Anleger zu Anleger verschieden. Pauschale Lösungen kann es angesichts vielfältiger Ziele, Wünsche und Vorgaben kaum geben. Eine individuelle Vermögensverwaltung bleibt den meisten Privatanlegern aber vorbehalten – und sie ist teuer. Die „Eintrittshürden“ liegen oft bei 500.000 Euro Anlagevolumen und mehr.

Die Timerbland Capital Management GmbH ist ein Vermögensverwalter, der diese Dienstleistung auch für die breite Masse der Privatanleger realisieren will.

Mit den Timberland OptiMix Portfolios ( OptiMix A bis C) bietet der Asset Manager seinen Kunden eine über verschiedene Anlageklassen breit diversifizierte Investmentlösung an, bei der sich die Mehrzahl der Anleger wiederfinden dürfte.

Die Investmentstrategie fußt auf drei Säulen.

Sie gliedert sich in ein Ertragsportfolio, ein Sicherungsportfolio und ein Edelmetallportfolio. Im Ertragsportfolio setzt der Krefelder Vermögensverwalter auf einen breiten Mix verschiedener Investmentfonds, die vorrangig Value-Strategien abbilden. In diesem Dachfondskonzept befinden sich z. B. Fondsanteile am DWS Top Dividende, dem Flossbach von
Storch Global Quality H, dem ValueInvest Lux Global A C oder dem Tweedy B. International Value. Insgesamt investiert das Ertragsportfolio in rund 30 langfristig erfolgreiche und qualitativ hochwertige Investmentfonds. Für das Sicherungsportfolio werden erstrangig besicherte Anleihen (überwiegend deutsche Pfandbriefe mit Top-Bonitätsrating) erworben.Das Edelmetallportfolio besteht zur Hälfte aus physischem Tresorgold und jeweils 16,67% Platin, Silber und Palladium (alles Direktinvestments, keine ETFs) die zu institutionellen Konditionen erworben werden.

Diese drei Säulen können von Anlegern entsprechend ihrer jeweiligen Mentalität und Ziele in unterschiedlicher Gewichtung miteinander kombiniert
werden.

Das Timberland Fonds OptiMix A Portfolio richtet sich an ertragsorientierte Anleger und besteht zu 70% aus Ertragsportfolio sowie jeweils 15% verzinslichem Sicherungsportfolio und physischem Edelmetallinvestment. Noch befinden sich die Timberland OptiMix Portfolios im Aufbau (Investitionsphase). Dieser Prozess soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. In der Rückrechnung (Backtest) von Anfang Januar 2009 bis Ende Dezember 2018 hat das Timberland OptiMix A Portfolio bei einer historischen Volatilität von 8,2% eine Gesamtrendite von 101,63% (rund 7,3% p.a.) erwirtschaftet.

Die Timberland Fonds OptiMix Portfolios sind über eine geschlossene Beteiligung (Anteile an der Timberland Fonds OptiMix A-C) GmbH & Co. KG
investierbar (Mindestzeichnungssumme 5.000 Euro). Zudem können Anleger ab 75 Euro im Monat regelmäßige Investitionen leisten. Die Ausgabekosten betragen einmalig bis zu 5,00% der Anlagesumme. Eine Kündigung der Beteiligung ist frühestens nach 7 Jahren möglich. Anleger können jedoch pro Jahr bis zu 20% ihrer Beteiligung entnehmen. Der Wechsel in ein anderes Portfolio (A-C) ist jederzeit ohne zusätzliche Kosten möglich. Die Laufzeit ist aktuell bis zum 31.12.2048 befristet.

Fazit: Die Timberland Fonds OptiMix Portfolios (A – C) richten sich an langfristig orientierte Anleger, die eine breite Streuung ihres Investmentskapitals in einem vermögensverwaltendem Anlagekonzept wünschen und mit den Chancen und Risiken geschlossener Beteiligungen vertraut sind.

Market Update Januar 2019

(Marktnachrichten: Krefeld, den 29.01.2019) Nach einem denkwürdig turbulenten Dezember zeigen sich die internationalen Finanzmärkte im ersten Kalendermonat des neuen Jahres bereits wieder von ihrer freundlichen Seite. Insbesondere an den Aktienmärkten verfolgen die Anleger einen Jahresauftakt, der sich sehen lassen kann. Angesichts der breit angelegten Korrektur in 2018 und insbesondere der Kurskapriolen in der zweiten Dezemberhälfte, bleibt die weitere Entwicklung hochspannend. Werfen wir also einen Blick auf die unterschiedlichen Anlageklassen, die potentiellen Belastungsfaktoren und Kurstreiber sowie das insgesamt sehr herausfordernde Umfeld für die Marktteilnehmer.

Geopolitik

Nicht wirklich Neues gibt es von dem weiter schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China zu berichten. Anfang Dezember hatten sich die Kontrahenten auf dem G20 Gipfel auf eine Frist von 90 Tagen geeinigt, binnen derer die Differenzen beigelegt werden sollen. Diese endet demnach am 1. März: tempus fugit. Zwar wird seitdem nicht nur auf telefonischer Ebene, sondern auch in Peking vor Ort zwischen Delegationen beider Staaten verhandelt, zu einem entscheidenden Durchbruch ist es jedoch noch nicht gekommen. Wasserstandsmeldungen wechseln sich ab, mitunter hoffnungsvoll stimmende Zwischenergebnisse werden aber zeitnah wieder dementiert. Die Bremspuren beiderseitig verhängter Sanktionen bekommt die Konjunktur im Reich der Mitte bereits zu spüren. Besagte Strafzölle gehörten zu den maßgeblichen Belastungsfaktoren des vergangenen Jahres, dürften nun aber auch weitestgehend im Kursgeschehen eingepreist sein. Eine finale Einigung zwischen den zwei weltweit größten Volkswirtschaften wäre insofern ein potentieller Katalysator für eine Erholungsbewegung nicht zuletzt an den Aktienmärkten.

Was sich derweil in der britischen Hauptstadt rund um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abspielt, macht nicht nur Börsianer fassungslos. Der von  Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Vertrag wurde vom britischen Unterhaus mit krachender Mehrheit abgelehnt. Selbst ein großer Teil ihrer eigenen Regierungspartei votierte gegen das unterschriftsreife Papier. Einen anschließenden Misstrauensantrag konnte die Premierministerin dagegen erfolgreich abwehren. Wie es nun weiter gehen soll, ist völlig unklar. May hat nicht die Absicht die roten Linien des Vertrages neu aufzurollen, genau dies fordern aber die Parlamentarier mit Nachdruck. Für die von ihr beabsichtigten Nachverhandlungen in Brüssel hat die EU-Kommission bereits wissen lassen, das es kaum Spielraum für neue Zugeständnisse geben wird. Von einem weiteren Aufschub der Austrittfrist über mögliche Neuwahlen bis zu einem zweiten Brexit-Referendum scheint mittlerweile nichts mehr ausgeschlossen. Chaos in London. Ende offen.

Konjunktur & Geldpolitik

Zu dem nicht enden wollenden Brexit-Drama gesellen sich in der alten Welt auch zusehends konjunkturelle Sorgen. So ist die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren wieder geschrumpft. Berlin deutete bereits an, die BIP-Prognose für 2019 deutlich nach unten zu korrigieren. Im Januar hat sich das  deutsche Wirtschaftswachstum zwar minimal beschleunigt, die Dynamik blieb aber eine der geringsten der letzten vier Jahre. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft sowie der Industrie- und Dienstleistungsbranche zusammengenommen kletterte im Januar von 51,6 Zählern im Dezember auf 52,1 Punkte. Indes fällt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar überraschend deutlich auf 99,1 Punkte von zuvor 101,0 Zählern und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Italien könnte bereits in der Rezession stecken und bleibt angesichts der zugleich rekordhohen Staatsverschuldung und sich ergebender resultierender Refinanzierungsrisiken eines der potentiellen Euro-Sorgenkinder. Dazu könnte auch die nach der Bundesrepublik zweitgrößte EU-Volkswirtschaft Frankreich werden. So hat sich die Konjunktur im Nachbarland zuletzt deutlich abgeschwächt. Teure Zugeständnisse vor dem Hintergrund der Gelbwesten-Proteste dürften zusätzliche Wachstumspunkte kosten: die Haushaltsdefizitgrenze von 3,0 Prozent steht damit zur Disposition. Macrons ambitionierter Reformkurs wird sich fortan nicht mehr so konsequent vorantreiben lassen. Summa summarum schlagen sich die politischen wie konjunkturellen Risiken auf die komplette Euro-Zone nieder. Dies spiegelt eine ganze Reihe von Konjunkturindikatoren wider, die sich deutlich eingetrübt haben.

Die Finanzmärkte haben bereits im Vorfeld der EZB-Januarsitzung auf die schwierige Gemengelage reagiert. Angesichts der jüngsten Wachstumsabschwächung und den steigenden Risiken für die Konjunktur in der Euro-Zone rechnen die Anleger frühestens für Mitte 2020 mit der ersten Zinsanhebung. Das signalisierten zuletzt die Terminmärkte, die noch im September eingepreist hatten, dass Mario Draghi bis zu seiner letzten Amtssitzung die Leitzinsen anheben würde. Und sie sollten recht behalten. So gab sich der EZB-Präsident im Januar deutlich pessimistischer als auf der vorhergehenden Sitzung. Die Wachstumsdynamik bezeichnete er als schwächer als bislang gedacht. Zudem sehen die Währungshüter die Wachstumsrisiken erstmals seit April 2017 wieder nach unten gerichtet. Entsprechend beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins beim mittlerweile seit März 2016 notierenden Rekordtief von 0,0 Prozent. Und dort wird er auch mindestens bis zum Ende des kommenden Sommers bleiben, bekräftigte Draghi. Selbiges gilt für den Einlagenzins, der aktuell bei  minus 0,4% notiert. Darüber hinaus beabsichtigt die EZB das Geld aus fällig werdenden Anleihen, die sie im Rahmen ihres zum Jahreswechsel ausgelaufenen Anleihekaufprogramms erworben hatte, noch lange Zeit zu reinvestieren. In diesem Kontext haben die europäischen Zentralbanker seit 2015 ein über 2,6 Billionen Euro schweres Portfolio an europäischen Staats- und Unternehmensanleihen erworben.

In den USA läuft die Konjunktur weiterhin auf Hochtouren: das Wirtschaftswachstum ist überdurchschnittlich und der Arbeitsmarkt boomt. Doch auch in der neuen Welt lassen sich erste Wolken am Horizont erkennen. Jüngste Erhebungen weisen darauf hin, dass die US-Verbraucher den Kauf neuer Wohnungen und kostenträchtiger Gebrauchsgüter zunehmend reduzieren. Flankiert wird dieser Trend von einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen, das in den letzten 20 Monaten hinter der Inflationsrate zurückblieb. Wenn der für die USA so wichtige Binnenkonsum zusehends abflaut, dürften die amerikanischen Unternehmen sowohl Neuinvestitionen, als auch die Einstellung neuer Mitarbeiter sukzessive zurückfahren. Noch ist es nicht soweit, jedoch gehen Ökonomen nunmehr von einem US-Wirtschaftswachstum aus, das in 2019 auf zwei Prozent oder knapp unter dieses Niveau sinken könnte.

Vor diesem Hintergrund fiel dann auch der jüngste Konjunkturausblick der US-Notenbank nicht mehr ganz so optimistisch aus. Man rechne mit einem etwas moderateren Wirtschaftswachstum, äußerte sich Fed-Chef Jerome Powell nach der Dezember-Sitzung. Während das Federal Reserve zuvor noch drei Zinserhöhungen für 2019 kommuniziert hatte, wurde die Aussicht nun auf zwei weitere Anstiege reduziert. Die Märkte hatten jedoch eine Aussetzung des laufenden Zinszyklus erwartet. Zugleich erhöhte die Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 – 2,50 Prozent. Heftige Turbulenzen nicht zuletzt an den Aktienmärkten waren die Folge. Doch bereits zum Jahresbeginn können Anleger wieder aufatmen. US-Notenbankchef Jerome Powell signalisierte bei einer Fragerunde in Atlanta Flexibilität bei der Zinspolitik und dämpfte die Sorgen vor einem zu restriktiven Kurs. Powell betonte zudem, man sei darauf vorbereitet die geldpolitische Marschroute ggfs. jederzeit anzupassen. Damit war der Grundstein für die derzeit zu beobachte Jahresauftaktrally gelegt. Auf breiter Linie können sich die internationalen Aktienmärkte von ihren Dezembertiefs erholen.

Indes sieht sich Chinas Volkswirtschaft wegen des Handelskonflikts mit den USA immer deutlicheren Bremsspuren gegenüber. So sind die Exporte aus dem Reich der Mitte markant gesunken. Dies gilt umso mehr für Ausfuhren in die Vereinigten Staaten. Während die Auslandsaufträge in der chinesischen Industrie bereits seit dem dritten Quartal letzten Jahres kontinuierlich nachgeben, hat sich in den vergangenen Monaten auch die Stimmung deutlich eingetrübt. Die Industrie-Einkaufsmanagerindizes sind im vergangenen Monat zum ersten Mal seit über 24 Monaten unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gesunken. Nichtsdestotrotz hält Peking weiterhin am aktuellen Wachstumsziel von 6,5 Prozent fest. Ein ganzes Paket an Einkommens- und Unternehmenssteuererleichterungen soll dabei für Entlastung sorgen und das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Dazu weitet die chinesische Regierung die öffentlichen Investitionen stark aus, zuletzt um geschätzt acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schützenhilfe kommt von der Zentralbank, die die betreffenden Stützungsmaßnahmen seit Jahresbeginn per erneut gelockerter Geldpolitik protegiert.

Aktien

Die unsichere Gemengelage in puncto Konjunkturerwartungen und Geopolitik, zudem der Liquiditätsentzug seitens der US-Notenbank zur Verkürzung der über die Krisenjahre aufgeblähten hauseigenen Bilanz, fungierten als wesentliche Belastungsfaktoren für die internationalen Aktienmärkte in 2018. Doch Börsen neigen zu Übertreibungen gen Norden wie auch gen Süden. Letzteres Szenario hat man zum Jahresausklang betrachten können, als die von der Fed enttäuschten Markterwartungen einen womöglich finalen Sell-Out nach sich zogen. Resultierende Preisniveaus scheinen indes sämtliche Worst-Case-Szenarien weitestgehend eingepreist zu haben. Angesichts solider Qualitätstitel zu nun verlockenden Preiskonditionen meldeten sich dann auch langfristig orientierte Investoren zurück. Entscheidender Katalysator für die seit Jahresbeginn laufende Erholungsbewegung war jedoch abermals das Federal Reserve, dessen Präsident Jerome Powell die zuvor noch restriktiv kommunizierte Geldpolitik deutlich relativierte. Abzuwarten bleibt nun, ob die Jahresauftaktrally von Nachhaltigkeit geprägt ist oder es sich lediglich um eine technische und damit temporäre Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends handelt. Aktuell befinden sich die Marktakteure jedenfalls im ‚Risk-Off‘-Modus. Schauen wir uns an, wie sich dies auf die Performance der weltweit wichtigsten Aktienindizes niederschlägt:

Bei derzeit 11.238 Punkten kann der deutsche Aktienindex seit dem 1. Januar ein Plus von 6,3 Prozent vorweisen und damit deutlich Boden gut machen. Gegenüber seinem im Monat Dezember markierten Jahrestief von 10.381 Zählern notiert das Frankfurter Kursbarometer knapp 8,3 Prozent fester. Ähnlich sieht die Performance des EuroStoxx aus, der bei 3.158 Punkten um 5,3 Prozent seit Jahresbeginn zulegen kann und zum Jahrestief gleich 7,5 Prozent dazu gewinnt. Relative Schwäche zeigt der britische FTSE 100, der natürlich unter den Brexit-Wirren zu leiden hat. Der Leitindex aus London kann seit Jahresanfang lediglich ein Plus von 0,7 Prozent verbuchen. Gegenüber dem Jahrestief präsentiert er einen vergleichsweise moderaten Aufschlag von 3,0 Prozent.

Auch in den Vereinigten Staaten kann sich der Aktienmarkt auf breiter Front erholen. Der medial so präsente Shutdown ist für die Börsianer eher ein Non-Event. Vielmehr treibt die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelskonflikt mit China. Zudem spekulieren Investoren auf ein behutsameres Tempo wenn nicht gar auf ein Aussetzen der seitens der Fed anvisierten Zinserhöhungen für 2019. Vor diesem Hintergrund schauen die Marktteilnehmer mit Spannung auf die Ende Januar angesetzte Sitzung der amerikanischen Notenbank. Gegenüber Jahresbeginn notiert der Dow Jones bei aktuell 24.571 Punkten 6,4 Prozent stärker. Die Technologierbörse Nasdaq verbucht im selben Zeitraum ein Plus von 6,6 Prozent auf 6.711 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.646 Punkten einen Aufschlag von 6,4 Prozent. Die Aufschläge der drei großen US-Indizes gegenüber dem Jahrestief belaufen sich auf 9 bis 11 Prozent.

Handelskonflikt und Konjunktursorgen hatten auch die Aktienmärkte Asiens und insbesondere das Kursgeschehen Chinas belastet. Der Zollstreit mit den USA zeigt konjunkturelle Wirkung. Umso so größer ist wiederum das Erholungspotential im Falle einer Einigung. Zudem honorieren Investoren die Fiskal- und Infrastrukturmaßnahmen durch die chinesische Regierung, die – flankiert von einer lockeren Geldpolitik – das Wirtschaftswachstum weiter ankurbeln sollen. Investoren nutzen die korrekturbedingt attraktiven Kursniveaus zum Wiedereinstieg. In der Folge kann der chinesische SSE 50 bei 2.450 Punkten um 8,5 Prozent gegenüber Jahresbeginn und Jahrestief vorrücken. Im Vergleich dazu präsentiert der japanische Nikkei bei 20.745 Zählern lediglich ein Plus von 3,2 Prozent; in Relation zum Jahrestief dagegen einen ähnlich stattlichen Aufschlag von 8,3 Prozent. Auch am südkoreanischen Aktienmarkt weist die Tendenz gen Norden. Bei aktuell 2.181 Punkten gewinnt der KOSPI seit Anfang Januar 6,5 Prozent dazu. Die Differenz zum Jahrestief beläuft sich auf einen Bonus von knapp 9,4 Prozent.

Anleihen

Die angeführten geopolitischen und konjunkturellen Risiken sind auch an den Rentenmärkten nicht spurlos vorübergegangen. Dies gilt insbesondere für das von Kursturbulenzen an den Rohstoff- und Aktienmärkten geprägte Schlussquartal vergangenen Jahres. Während bis in den frühen Herbst noch Unternehmensanleihen auf den Kurszetteln ganz oben standen, werden seit Anfang Oktober vor allem die als sicher geltenden Staatsanleihen nachgefragt. Investoren bevorzugen also die Defensive: Sicherheit geht vor Risiko. In der Folge drehte die Jahresperformance von Unternehmensanleihen in die Verlustzone, während Staatspapiere mit hoher Bonität vor allem westlicher Industrieländer nun mehrheitlich grüne Vorzeichen vorweisen können. Deutsche Langläufer rentieren derzeit bei 0,2 Prozent. Im Januar letzten Jahres gab es bei 10-jährigen Bundesanaleihen dagegen noch eine Rendite von 0,5 Prozent zu holen. Ähnlich verhält es sich mit amerikanischen T-Bonds. Noch im Oktober waren bei US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren über 3,1 Prozent an laufender Verzinsung zu vereinnahmen. Aktuell sind es mit 2,73 Prozent knapp 40 Basispunkte weniger.

Rohstoffe

Die Rohstoffnotierungen bleiben weiter unter Druck. Dies gilt insbesondere für den Energieträger Öl. So hat Brent von seinem Jahreshoch Anfang Oktober 2018 bis zum Jahreswechsel rund 38 Prozent an Wert einbüßen müssen. Am 28.12.18 markierte die Nordseesorte bei 52,51 US Dollar den niedrigsten Stand seit knapp 16 Monaten. Noch schlimmer erwischte es das amerikanische Pendant WTI (West Texas Intermediate), das im selben Zeitraum rund 40 Prozent auf 44,83 USD verlor. Als maßgeblicher Belastungsfaktor fungieren weiterhin Überkapazitäten auf der Angebotsseite. Dazu passt die jüngste Meldung der amerikanischen Energiebehörde EIA, die in ihrem Jahresausblick 2019 von einer stetig steigenden US-Rohölproduktion bis Mitte der 2020er ausgeht. Bereits im nächsten Jahr werden die Vereinigten Staaten demnach auf die Seite der Netto-Ölexporteure wechseln. Seitens der OPEC Anfang Dezember beschlossene Maßnahmen, die eine Drosselung der Ölproduktion um täglich 1,2 Millionen Barrel vorsehen, hatten bis dato keinen nachhaltig preisstabilisierenden Effekt. Last but not least lastet die Sorge vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft auf den Ölkursen. Hoffnung macht Investoren derzeit eine zum Jahresbeginn gestartete Gegenbewegung. Ob diese lediglich technischer und damit temporärer Natur oder aber von Nachhaltigkeit geprägt ist, wird sich zeigen.

Schauen wir abschließend noch auf die Edelmetalle und im Besonderen auf Gold. Gerade in unsicheren Marktphasen gilt die älteste Währung der Welt als sicherer Hafen. So kommt auch die zwischen Oktober und Dezember zu beobachtende Aufwärtsbewegung von 1.200 auf 1.300 US-Dollar nicht gänzlich überraschend. Sie vollzog sich zeitlich parallel zur Korrekturbewegung am amerikanischen Aktienmarkt. Als weitere Stütze fungiert der zuletzt leicht schwächer tendierende Greenback, was wiederum die Kaufkraft in den goldaffinen Schwellenländern steigert. Dazu kommen große Zentralbanken, die ihre Devisenreserven zusehends auch in Gold diversifizieren. Als Beispiel dient Russland, das sich nahezu komplett von seinen im Portfolio befindlichen US-Staatsanleihen getrennt hatte und zu einem guten Teil in Gold umschichtete. Diesem Beispiel folgte jüngst auch China, wenn auch in einem kaum vergleichbaren, da wesentlich moderateren Ausmaß. Zu guter Letzt dürfte die Sorge um die weltweiten Konjunkturaussichten, Stichwort Rezessionsszenario, den Goldpreis gen Süden absichern. Ende Januar notiert das gelb glänzende Edelmetall bei rund 1.300 US-Dollar je Feinunze.

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Market Update Dezember 2018

(MARKTNACHRICHTEN, Krefeld, den 23.12.2018) Grundsätzlich sehen sich die Kapitalmärkte den bekannten Belastungsfaktoren gegenüber, die das Kursgeschehen schon seit dem dritten Quartal begleiten. Dabei dominieren nach wie vor die geopolitischen Risiken. Vorneweg findet sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das nicht enden wollende Brexit-Drama. In beiden Fällen ist der Ausgang noch völlig unklar. Last but not least trüben sich weltweit die Konjunkturaussichten zusehends ein. Allen genannten Risiken ist gemein, dass sie in den letzten Wochen nicht abgenommen haben, sondern partiell eher größer geworden sind.

Geopolitik

Den gewichtigsten Belastungsfaktor stellt weiterhin der ungelöste Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China dar. Sollte dieser weiter eskalieren und in einen lang andauernden Handelskrieg übergehen, wäre dies ein schwerer Bremsklotz für die Weltwirtschaft. Große Hoffnung setzten Anleger zum Monatswechsel auf den G20 Gipfel in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Von den im Umfeld geführten Verhandlungen beider Konfliktparteien versprachen sich Beobachter zumindest eine Entspannung. Genau danach sah es dann zunächst auch aus. Beide Seiten einigten sich auf eine Frist von 90 Tagen, innerhalb derer die Differenzen beigelegt werden sollten.

Entsprechend kontraproduktiv wirkte sich die in Kanada erfolgte Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei aus. Diese ist zwar momentan auf Kautionsbasis wieder auf freiem Fuß, soll aber weiterhin an die USA ausgeliefert werden. Hintergrund scheinen angebliche Verstöße gegen die Iran-Sanktionen der USA zu sein. Zumindest nicht auszuschließen ist, dass diese Entwicklung zu einer Deeskalation im Zollstreit beiträgt. Nichtsdestotrotz will China nun die ursprünglich für den Jahresbeginn geplante nächste Runde neuer Zölle aussetzen. Betroffen sind zunächst Aufschläge auf amerikanische Agrargüter, Automobile sowie Energieprodukte. Konkret reduziert China Zölle für US-Automobilimporte von 40 auf 15 Prozent und gestattet zudem wieder den Import US-amerikanischer Sojabohnen. Diese Geste macht zumindest Hoffnung auf eine einvernehmliche Beilegung des Handelskonflikts im neuen Jahr.

Auch in der alten Welt sind die geopolitischen Rahmenbedingen weiterhin von erheblicher Unsicherheit geprägt. So scheint das Brexit-Drama kein Ende nehmen zu wollen. Die englische Premierministerin Theresa May sah sich, angesichts massiven parlamentarischen Widerstandes gegen ihren mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Entwurf, mit einem Misstrauensantrag konfrontiert, konnte diesen aber erfolgreich abwehren. Die geplante Abstimmung über das Vertragswerk wurde mangels Erfolgsaussichten nichtsdestotrotz bis spätestens zum 21. Januar 2019 vertagt. Bei einer Niederlage hätte der für Ende März geplante und vor allem geordnete Ausstieg aus der Europäischen Union (EU) zur Disposition gestanden. Weitere Zugeständnisse konnte die britische Regierungschefin auch auf dem EU-Gipfel in Brüssel nicht erreichen. Im Raum steht nun ein möglicherweise erneutes Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens. Im Zuge dessen wären der Rücktritt Theresa Mays und sogar Neuwahlen denkbar. Politisches Chaos in London: Ende offen.

Ein Lichtblick kommt dagegen von der südlichen Euro-Peripherie. So konnten die EU und Italien eine Einigung im Budgetstreit um den italienischen Staatshaushalt erzielen. Demnach hat Brüssel für 2019 ein Defizit von 2,04 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung gebilligt. Von den seitens Italiens ehemals verbindlich zugesagten 0,8 Prozent ist damit nicht mehr viel übrig. Die neue Regierung hatte auf eine Neuverschuldung in Höhe von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gepocht. Mit dem nun gefundenen Kompromiss scheint die Gefahr einer neuerlichen Euro-Krise erst einmal gebannt und einer der zuletzt prägenden Belastungsfaktoren vom Tisch. Ungewollte Schützenhilfe hat Rom dabei aus Paris erhalten. Massive Unruhen durch die sogenannte Bewegung der „Gelbwesten“ hatten Präsident Macron zuletzt unter erheblichen Druck gesetzt.

Als Auslöser fungierten diverse Reform- und Sparmaßnahmen, die auch Steuererhöhungen beinhalteten. Die französische Regierung versucht die Bevölkerung nun mit großzügigen Finanzzusagen zu besänftigen, die jedoch den Haushaltsauflagen seitens der EU entgegenstehen. Frankreich wird nun seinerseits die Defizitkriterien brechen. Mit neuen Sozialausgaben und steuersenkender Politik wird das Haushaltsdefizit Frankreichs 2019 über drei Prozent liegen. Innerhalb der Verhandlungen zwischen Brüssel und Rom war dies natürlich eine Steilvorlage für Italien. Angesichts des Kompromisses, der Italien weitgehend entgegenkommt, können die Anleger also aufatmen. Auf der anderen Seite werden die Stabilitätskriterien der Währungsunion ein weiteres Mal aufgeweicht. Das regelbasierte Vertragswerk der Europäischen Union (EU) bekommt somit weitere Risse. Die Glaubwürdigkeit ist dahin. Keine schöne Perspektive für den Euro.

Aktienmärkte

Mit Ausnahme Italiens ist jedoch keiner der verbliebenen Belastungsfaktoren vom Tisch. Vielmehr hat sich die unsichere Gemengelage noch verschärft. Entsprechend schwach tendieren die Aktienmärkte auch im Dezember. Allen gennannten Konfliktherden ist jedoch weiterhin gemein, dass sie, im Falle einer Deeskalation, für die Aktienmärkte ein stattliches Erholungspotential bergen. Tiefer geht zwar immer, aber angesichts des zu beobachtenden Korrekturausmaßes könnten korrelierende ‚Worst Case‘-Szenarien bereits zu einem guten Teil eingepreist sein. Auf der anderen Seite darf natürlich auch das finale Abdriften in einen Bärenmarkt nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt stellten sich sämtliche Erholungsphasen lediglich als temporäre Gegenbewegungen im Abwärtstrend heraus. Schlussendlich wurden allesamt für Gewinnmitnahmen genutzt, um in der Folge neuerliche Tiefs anzusteuern. Investoren befinden sich im ‚Risk-Off‘-Modus. Schauen wir uns an, wie sich dies auf die Performance der weltweit wichtigsten Aktienindizes niederschlägt:

Bei 10.519 Punkten verliert der deutsche Aktienindex (DAX) seit Jahresbeginn 18,24 Prozent. Gegenüber seinem Jahreshoch weist der Dax sogar einen Abschlag von 22,62 Prozent aus. Damit befindet sich der heimische Leitindex per Definition (Kursrückschlag > 20%) in einem Bärenmarkt. Nicht viel besser sieht die Performance des EuroStoxx aus, der bei 2.962 Zählern seit dem 1. Januar 2018 15,26 Prozent und zum Jahreshoch gleich 19,26 Prozent abgeben musste. Der britische FTSE 100 schlug sich vor diesem Hintergrund noch vergleichsweise wacker – und dass trotz aller Brexit-Wirren. Nichtsdestotrotz weist das Londoner Kursbarometer seit Jahresanfang ein Minus von 13,24 Prozent aus. Gegenüber dem Jahreshoch gibt der Leitindex um 15,74 Prozent nach.

Während die Aktienmärkte in der sog. alten Welt bereits im Frühjahr den Weg gen Süden einschlugen, kamen die US-Indizes erst im vierten Quartal unter Druck. Dies lag auf der einen Seite an den positiven Auswirkungen der unternehmensfreundlichen Steuerreform, und zum anderen daran, dass bis in den Herbst hinein haussierende Technologietitel mit überproportionaler Marktkapitalisierung (Apple, Alphabet & Co.) die betreffenden Indizes stützen konnten. Doch damit war es im dritten Quartal vorbei. Die negative Performance in Relation zum Jahresbeginn fällt damit jedoch moderater aus als bei den europäischen Pendants aus. So notiert der Dow Jones bei 22.434 Punkten 9,38 Prozent schwächer. Die Technologierbörse Nasdaq verbucht vor diesem Hintergrund ein Minus von 5,56 Prozent auf 6.045 Zähler. Der marktbreite S&P 500 präsentiert bei 2.413 Punkten einen Abschlag von 9,83 Prozent. Die Verluste betreffender US-Indizes gegenüber dem Jahreshoch liegen dagegen zwischen 15 und 19 Prozent und geben einen Hinweis auf die Intensität der Korrekturdynamik der letzten Wochen.

Handelskonflikt und Konjunktursorgen haben auch die Aktienmärkte Asiens und insbesondere das Kursgeschehen im Reich der Mitte belastet. So verliert der chinesische SSE 50 bei 2.306 Punkten 20,5 Prozent gegenüber Jahresbeginn. Zum Jahreshoch steht sogar ein Abschlag von 27,51 Prozent zu Buche. Bei 19.797 Zählern präsentiert der japanische Nikkei indes ein Jahresminus von 12,95 Prozent und zum Jahrestop einen Malus von 16,98 Prozent. Auch koreanische Anteilsscheine können sich dieser Gemengelage nicht entziehen. Bei einem Kursstand von 2.056 Punkten verliert der KOSPI gegenüber Jahresbeginn 16,46 Prozent. Die Differenz zum Jahreshoch beläuft sich auf ein Minus von 20,76 Prozent.

Konjunktur

Das Wirtschaftswachstum innerhalb der Euro-Zone hat sich im dritten Quartal (Q3) leicht abgeschwächt. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten beiden Quartalen noch jeweils 0,4 Prozent zulegen konnte, weist es in Q3 nur noch ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal aus. Als Bremsklotz fungierte vor allem das wirtschaftliche Schwergewicht Deutschland, das den ersten BIP-Rückgang seit Q1 / 2015 verzeichnen muss. Als Ursachen lassen sich gleich mehrere Faktoren anführen. Vorneweg findet sich die Handelsbilanz. So sind die Importe im betreffenden Zeitraum gestiegen, während auf der anderen Seite die Ausfuhren abgenommen haben. Letzteres liegt nicht zuletzt an hausgemachten Problemen des Automobilsektors. Zu nennen wäre bspw. die komplexe Umsetzung neuer Regulierungsvorschriften beim Schadstoffausstoß. Dazu kommt die saisonal bedingt extreme Hitzephase, die nicht zuletzt die für Transport und Logistik so wichtigen Wasserwege stark beeinträchtigt hat. Entsprechende Einbußen hatte dann auch der private Konsum zu verzeichnen.

Die OECD korrigiert derweil die Konjunkturprognosen für die Europäische Währungsunion bis 2020 nach unten. Für 2018 geht die Organisation von einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent aus. Für das kommende Kalenderjahr sieht sie noch ein Wachstum von 1,8 Prozent und für 2020 schließlich ein BIP-Plus von 1,6 Prozent. Hintergrund sind neben einer generellen konjunkturellen Eintrübung vor allem die negativen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). Summa summarum verliert die Wirtschaft Europas damit an Wachstumsdynamik.

Selbiges gilt für die andere Atlantikseite, wenngleich von einem wesentlich höheren Niveau aus. So geht die OECD für die USA für das laufende Jahr noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent aus. Doch auch dort verliert die Konjunktur an Schwung, da für 2019 ein BIP-Plus von 2,7 Prozent und für 2020 lediglich noch ein Zuwachs von 2,1 Prozent prognostiziert wird. Das liegt einerseits daran, dass der positive Effekt von Donald Trumps Steuerreform allmählich ausläuft und andererseits an den zunehmend negativen Auswirkungen der protektionistischen US-Handelspolitik. Der Verlust an konjunktureller Dynamik geht jedoch von einem, wie gesagt, hohen Niveau vonstatten. Die Fundamentaldaten sind mehr als solide. Der Arbeitsmarkt brummt. Beispielhaft sei die Arbeitslosenquote genannt, die mit einem Stand von 3,7 Prozent seit nunmehr drei Monaten auf dem niedrigsten Niveau seit den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts notiert. Die offiziellen, monatlichen US-Arbeitsmarktreporte weisen regelmäßig beindruckende Job-Daten aus.

Damit ist die USA weiterhin ein wesentlicher Stützpfeiler für die Weltwirtschaft. Mit Sorge schauen Anleger allerdings auf die Annäherung der Renditen kurz- und langlaufender US-Staatsanleihen. Das Schreckensszenario stellt eine inverse Zinskurve dar. Dabei steigen die Zinsen für kurzlaufende Treasuries sprunghaft an, während zugleich die Zinsen für Langläufer deutlich nachgeben. Bis dato indizierte eine derartige Konstellation recht zuverlässig eine bevorstehende Rezession. So nahm die Zinskurve bereits Monate vor dem Platzen der Dot.com-Blase in 2000 und auch im Vorfeld der US-Hypothekenkrise im Jahr 2008 eine inverse Struktur ein.

Mit Blick auf die globale Konjunktur geht die OECD indes weiterhin von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent aus. Für 2019 und 2020 wurde das erwartete BIP-Plus von jeweils 3,7 Prozent auf 3,5 Prozent gesenkt. Zu einem nicht unwesentlichen Anteil ist dies auf das schwächelnde Wirtschaftswachstum Chinas zurückzuführen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt legte im dritten Quartal mit 6,5 Prozent nicht nur weniger zu als erwartet. Ein derart schwaches Wachstum wies das Reich der Mitte zuletzt Anfang 2009 aus. In diesem Kontext zeigen sich also erste Auswirkungen des Zollkonflikts mit den USA. Für 2018 erwartet China ebenfalls einen BIP-Plus von 6,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds reduzierte seine Wachstumsprognose für 2019 von 6,4 auf 6,2 Prozent. Auch die Weltbank geht für das kommende Jahr von einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 6,2 Prozent aus.

Geldpolitik

Angesichts der gegenwärtigen Konjunkturdelle sowie der sich in diesem Zusammenhang zusehends eintrübenden Aussichten, dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) auch weiterhin geldpolitisch zurückhaltend agieren. Zuletzt hatten die europäischen Währungshüter die Wachstumsprognosen für die Euro-Zone in 2018 und 2019 um jeweils 0,1 Prozent auf 1,9 und 1,7 Prozent gesenkt. In diesem Kontext unterstrich EZB-Chef Mario Draghi noch einmal die von Brexit nebst Handelskonflikt ausgehenden, negativen Konjunkturauswirkungen. Zugleich geht die EZB bis Ende 2021 von Inflationsraten aus, die zu keinem Zeitpunkt dem gewünschten Teuerungsniveau von zwei Prozent nahekommen.

Auch vor diesem Hintergrund gibt es also keinen Handlungsbedarf für Zinserhöhungen. Lange Rede, kurzer Sinn: die EZB belässt den Leitzins nach wie vor bei null Prozent. Eine Erhöhung ist, wenn überhaupt, frühestens ab Herbst 2019 vorgesehen, aber wenig wahrscheinlich. Das seit März 2015 laufende Anleihekaufprogramm läuft derweil wie geplant zum Jahresende aus. Es wird also nicht noch mehr Kapital in die Märkte gepumpt, die Liquiditätsausstattung bleibt jedoch auf Rekordniveau, da die Wiederanlage fällig werdender Staatsanleihen auch weiterhin möglich ist. Entsprechend niedrig dürften hierzulande auch die Geldmarktzinsen notieren.

Bis dato konnten Anleger in allzu unsicheren Marktphasen stets auf die Unterstützung der US-Notenbank Federal Reserve System (FED) bauen. Diese Zeiten könnten vorbei sein. Die Fed-Sitzung im Dezember erwies sich jedenfalls als der erwartete Impulsgeber und sorgte für die entsprechende Bewegung, vorneweg an den Aktienmärkten. Allerdings weniger in die Richtung, die sich die Mehrheit der Investoren erhofft hatte. Wie erwartet verkündete das Federal Reserve System zunächst einmal die Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf einen Korridor von nunmehr 2,25 bis 2,50 Prozent. Keine Überraschung auch, dass die angedachte Zahl an Zinsschritten im kommenden Kalenderjahr, angesichts sich auch in den USA eintrübender Konjunkturaussichten, von drei auf zwei reduziert werden dürfte. Bereits an dieser Stelle hatten aber nicht wenige Marktakteure auf eine Zinsschrittpause spekuliert.

Doch von einem erhofften Auslaufen der zuletzt geldpolitisch restriktiveren Marschroute im kommenden Jahr war keinesfalls die Rede. Vielmehr gedenkt das Fed in puncto weiterer Zinserhöhungen lediglich geduldiger zu agieren. Zugleich verkündete Fed-Chef Jerome Powell, die Bilanzsumme der US-Notenbank weiter reduzieren zu wollen, was wiederum nichts anderes bedeutet, als den Märkten weitere Liquidität zu entziehen. In diesem Kontext geht es immerhin um ein monatliches Volumen von rund 50 Milliarden US-Dollar. Der entscheidende Auslöser für die harsche Abwärtsreaktion an den Aktienmärkten waren jedoch Powells Äußerungen, wonach das Fed den Tendenzen der Kapitalmärkte keine allzu große Beachtung zukommen lasse. „Wir blicken nicht auf einzelne Märkte, sondern auf die allgemeinen finanziellen Bedingungen, die aus unserer Geldpolitik folgen.“ so seine Worte. Bis dato galt das Federal Reserve System via geldpolitischer Absicherungsmaßnahmen (sog. Fed Put) als „Last Resort“ in Zeiten angeschlagener Märkte, nebst massiver Kursverluste. Diese Zeiten scheinen vorerst vorbei.

Rohstoffe

Bis Mitte Oktober hatte der Ölpreis eine atemberaubende Rally hingelegt. So kletterte Brent innerhalb von drei Jahren um fulminante 75 Prozent und markierte im Herbstmonat Notierungen im Bereich von 86 US-Dollar pro Barrel. Mitte Dezember ist davon nicht mehr viel übrig. Bei derzeit rund 54 US-Dollar hat die Nordseemarke wieder ca. 37 Prozent zum Oktoberhoch abgegeben. Als Katalysator diente die durch das US-Außenministerium erfolgte Relativierung des Handelsembargos gegenüber dem Iran. Letzterer gehört zu den weltweit größten Förderern und Exporteuren des schwarzen Goldes. Ursprünglich hätten die US-Sanktionen am 4. November 2018 in Kraft treten sollen und in der Folge für eine Angebotsverknappung beim Rohöl gesorgt. Dieses Szenario hatten die Ölpreise zuvor via starker Aufwärtsdynamik antizipiert.

Kurz vor Beginn des Embargos veröffentlichten die USA jedoch eine Liste von acht Ländern, die ohne Strafauswirkungen seitens der USA nun doch persisches Öl importieren dürfen. Betreffende Länder, darunter China und Indien, machen wiederum insgesamt 85 Prozent der iranischen Ölausfuhren aus. Die Talfahrt bei Brent und WTI nahm ihren Lauf und wurde noch flankiert von Ankündigungen Donald Trumps, die Förderung US-Öls auf unverändert hohem Niveau halten zu wollen. OPEC-Mitglieder versuchen nun ihrerseits mit einer Drosselung der täglichen Förderquoten dagegen zu halten, um die Marktpreise zu stabilisieren. Ob das reicht wird sich zeigen. Zum Angebotsüberhang könnte nämlich noch eine tendenziell schwächere Nachfrage im Zuge der sich abschwächenden Weltkonjunktur hinzukommen. Der starke US-Dollar (Greenback) fungiert in diesem Zusammenhang als weiterer Preisdämpfer. Vor diesem Hintergrund dürfte das Kursgeschehen weiterhin volatil und somit schwer kalkulierbar bleiben. Brent müht sich derzeit im Bereich von 55 US-Dollar um eine zaghafte Bodenbildung. Selbiges gilt für WTI Crude Oil im Bereich von 45 US-Dollar.

In einer bereits wesentlich länger andauernden Bodenbildungsphase befindet sich die weltweit älteste Währung Gold. Nach der zuvor erfolgten Baisse stehen die Chancen für eine Trendwende nun gar nicht so schlecht. Im vierten Quartal 2018 zeigt das glänzende Edelmetall beeindruckende relative Stärke nicht zuletzt gegenüber den Aktienmärkten. Gold wird verstärkt in unsicheren Marktphasen als Stabilität und Sicherheit versprechender Anlagehafen gesucht. Als Musterbeispiel dient die sich seit Herbst forcierende Talfahrt an den Aktienmärkten. Während Gold auf Dreimonatssicht knapp 5 Prozent zulegen kann, verloren die US-Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P im Mittel rund 18 Prozent an Boden. In Zeiten abnehmender Risikobereitschaft unter Anlegern und zugleich hoher Schwankungsintensität an den Finanzmärkten, fungiert Gold als klassische Absicherung innerhalb eines diversifizierten Portfolios. Angesichts der sich abzeichnenden Probleme an den Finanzmärkten und daraus möglicherweise resultierender Maßnahmen der Notenbanken (bspw. Comeback expansiver Geldpolitik des Federal Reserve Systems / Geldschwemme) könnte Gold in 2019 noch an Attraktivität gewinnen. Selbiges gilt bereits für ein Auslaufen der Zinserhöhungen seitens der Fed. In diesem Kontext wären eine anziehende Inflation sowie ein wieder schwächer tendierender Greenback als potentielle Preistreiber zu nennen.

Anleihen

Angesichts der unsicheren Gemengelage und einhergehender Nervosität an den Aktienmärkten gehen Investoren aus dem Risiko. Sicherheit und Stabilität heißen die Devise. Anlageklassen mit diesem Versprechen werden umso stärker gesucht. Klassisch zählen dazu neben Gold auch die Staatsanleihen westlicher Industrienationen. Insbesondere die Langläufer aus den USA und Deutschland erfreuen sich derzeit großer Popularität. So haben in der Folge die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen gegenüber November um rund 0,35 Prozent auf knapp 2,85 Prozent nachgegeben. Die laufende Verzinsung 10-jähriger Bundesanleihen notiert bei nur noch 0,23 Prozent und damit über ein halbes Prozent unterhalb des Jahreshochs. Die derzeit starke Nachfrage nach Gold und Staatsanleihen veranschaulicht eindrucksvoll, wie wichtig die Verteilung des Risikos, sprich die Diversifikation eines Investment-Portfolios über alle Anlageklassen hinweg ist. Dies gilt insbesondere für Marktphasen, die von starker Unsicherheit geprägt sind. Das turbulente Börsenjahr 2018 dient als gutes respektive warnendes Beispiel.

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